Am Freitag wurde der Transfer eingetütet, am Sonntag folgte die Präsentation: ​Nuri Sahin ist endgültig beim SV Werder Bremen angekommen. Auf seiner ersten Pressekonferenz in Grün-Weiß stellte er dabei gleich klar, mit welchen Ambitionen er zu seinem neuen Verein gewechselt ist: "Ich will auf dem Platz stehen, ich bin im besten Fußballeralter", gab sich der 29-Jährige laut meinwerder.de selbstbewusst.


Denn im defensiven Mittelfeld kämpft Sahin mit dem gleichaltrigen Philipp Bargfrede um den begehrten Platz in der Startelf, den das Eigengewächs seit Jahren innehat. Doch die Bank ist für den ehemaligen türkischen Nationalspieler keine Option: "Ich bin kein Backup und bringe eine gewisse Qualität mit. Ich schätze Philipp Bargfrede und kann mir auch vorstellen, mit ihm zusammen auf dem Platz zu stehen."

Auch verriet er, welche Ziele er gemeinsam mit der Mannschaft verfolgt - ​und lag dabei mit den Verantwortlichen auf einer Wellenlänge: "Ich wäre nicht zu Werder gekommen, wenn das Ziel nur der Nicht-Abstieg wäre. Die Europa League ist schwierig zu erreichen, aber realistisch." Trotzdem warnte er: "Man darf die Bundesliga nicht unterschätzen."

Doch neben der Mission Europa seien vor allem die Gespräche der vergangenen Tage ausschlaggebend für den Wechsel gewesen: "Die Gespräche mit dem Trainer [Florian Kohfeldt, Anm. d. Red.] und Frank Baumann haben mich komplett überzeugt. Sie waren absolut ehrlich", wurde Sahin auf der vereinseigenen Website zitiert. Bei Werder habe er "das Gefühl, dass ich gebraucht werde", anders als zuletzt bei Borussia Dortmund.

Arminia Bielefeld v SV Werder Bremen - Pre-Season Friendly

  Ähnlich wie beim Transfer von Davy Klaassen schaffte es Trainer Florian Kohfeldt, Nuri Sahin durch klare Worte vom Weg, den Werder Bremen eingeschlagen ist, zu überzeugen


Doch nach der langen Zeit beim BVB, die zwischenzeitlich nach seinem Wechsel zu Real Madrid und der darauffolgenden Leihe zum FC Liverpool für anderthalb Jahre unterbrochen wurde, war es für ihn auch von Bedeutung, dass er nicht einfach zu einem x-beliebigen Klub wechseln würde: "Es war für mich extrem wichtig, dass ich wieder zu einem Traditionsverein wechsle, mit einem schönen Stadion und guter Stimmung. Ein Verein, mit dessen Werten ich mich voll identifizieren kann." In Bremen sei er "da, wo ich sein will. Darüber bin ich sehr glücklich."


Glücklich ist er auch über die anstehende Zusammenarbeit mit Florian Kohfeldt, für den er ausschließlich positive Worte findet: "Ich schätze seine Ehrlichkeit sehr. Er ist enorm euphorisch und hat eine gewisse Vorstellung davon, wie er Fußball spielen will. Er liebt und lebt den Fußball und vertritt vor allem seine Werte. Das ist mir sehr wichtig und hat mich absolut mitgenommen." Auch deshalb wurde er am Freitag vom Borussen zum Werderaner.