Mit der Verpflichtung von Hee-Chan Hwang landete der Hamburger SV am letzten Tag des Transferfensters noch einmal einen Coup für die Offensive. Der südkoreanische Nationalspieler von RB Salzburg wurde für ein Jahr ausgeliehenum die Lücke, die Jairo Sampeiro nach seiner schwerwiegenden Knieverletzung hinterlassen hat, zu schließen. Die ​Hamburger Morgenpost berichtet nun über Einzelheiten des Transfers, der sicherlich nicht für wenige überraschend kam.


Noch in der abgelaufenen Saison stand Hwang 37 Mal für RB Salzburg auf dem Platz, so auch beispielsweise in beiden Europa-League-Spielen gegen Borussia Dortmund, als sich die Österreicher überraschend durchsetzen konnten und erst im Halbfinale knapp an Olympique Marseille scheiterten.


Den Saisonauftakt verpasste er aufgrund der Asienspiele, wegen denen er auch verspätet in Hamburg eintreffen wird. Zwar sind diese bereits vorüber, doch die südkoreanische Nationalmannschaft bestreitet am siebten sowie elften September noch zwei Länderspiele gegen Costa Rica und Chile. "Ich werde wahrscheinlich nach den Länderspielen nach Deutschland reisen", kündigte der Angreifer daher laut einer weiteren Meldung der ​MoPo an. 

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  Hee-Chan Hwang dürfte erst in einigen Wochen für den HSV auf Torejagd gehen


Auch Trainer Christian Titz bestätigte: "Wir können es noch nicht abschließend sagen. Man weiß noch nicht, wie der Verband mit den einzelnen Spielern plant." So oder so: In Hamburg freut man sich auf die Ankunft des 22-Jährigen, der in insgesamt 86 Einsätzen für die Salzburger 29 Tore erzielte. "Wir haben sportliche Ziele, die wollen wir erreichen. Hwang ist für die 2. Liga sicherlich ein ganz außergewöhnlicher Spieler. Wir sind total froh, dass es geklappt hat. Er ist ein Spieler mit Power, einer guten Dynamik. Er ist torgefährlich und flexibel einsetzbar", sagte beispielsweise Sport-Vorstand Ralf Becker nach der Verpflichtung.


Trotz seiner vielen Einsätze stand Hwang unter der Leitung von Marco Rose nur selten in der Startelf, was wohl der ausschlaggebende Punkt für einen Wechsel nach Hamburg war. Hinzu komme, dass er eher um den Aufstieg als gegen den Abstieg spielen wolle - daher der Wechsel an die Elbe, obwohl es dem Vernehmen nach auch Angebote von Fortuna Düsseldorf, Mainz 05 oder dem 1. FC Nürnberg gab. Zudem habe er mit Heung-Min Son von den Tottenham Hotspur über den Verein geredet. Der 26-Jährige verweilte von 2008 bis 2013 in Hamburg und habe viel Positives berichten können.

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  Überzeugte Hwang offenbar von einem Wechsel an die Elbe: Ex-HSV-Spieler Heung-Min Son


Der einzige Haken aus Sicht des Vereins: Eine Kaufoption gibt es laut Informationen der Hamburger Morgenpost nicht, der Spieler wird im kommenden Sommer also definitiv nach Salzburg zurückkehren. Zumindest, falls beide Vereine keinen gemeinsamen Nenner im finanziellen Bereich finden. Das nun geltende Leihgeschäft kostet dem Absteiger dabei dem Vernehmen nach 1,5 Millionen Euro, darin enthalten sind die Leihgebühr, das Gehalt und etwaige Prämien.


Damit fahren Becker und Titz ihren Sparkurs weiter fort. In diesem Sommer generierte der HSV etwa 19 Millionen Euro durch Spielerverkäufe, investiert wurden davon lediglich 1,7 Millionen Euro für Khaled Narey und die Leihgebühr in Höhe von einer Million Euro für Hwang. Auch Orel Mangala und Leo Lacroix wurden lediglich geliehen, dafür kamen David Bates, Christoph Moritz, Jairo Samperio und Manuel Wintzheimer allesamt ablösefrei.