Am Samstagabend feierte Leon Goretzka seinen ersten Startelfeinsatz für den ​FC Bayern München, und wusste dabei durchaus zu überzeugen. Beim 3:0-Sieg über den VfB Stuttgart zeigte er eine ansprechende Leistung - auch dank des Trainerstabs, wie er nach der Partie offenbarte.

Allerdings sei er in allererster Linie froh darüber, zum ersten Mal von Anfang an beginnen zu dürfen. "Ich bin das noch nicht so gewohnt, von der Bank zu kommen – das hatte ich in meiner Karriere noch nicht so oft", so der 23-Jährige laut ​AZ. Beim FC Schalke 04 war er in den vergangenen Jahren Stammspieler, wenngleich seine letzte Halbserie in 'Königsblau' aufgrund anhaltender körperlicher Probleme weniger rund verlief.


In der Mercedes Benz Arena spielte er an der Seite von Thomas Müller über 90 Minuten durch, traf nach 37 Minuten zum 1:0 und erzielte somit sein erstes Pflichtspieltor im Dress des FC Bayern. "Wir haben uns mit dem Trainer-Team auf das Spiel vorbereitet und angeschaut, wo der Gegner Lücken hat und da hab ich mich dann auch aufgehalten. Ich bin froh, dass mir das heute gut gelungen ist", wurde der Mittelfeldspieler nach der Partie in der ​tz zitiert. 

VfB Stuttgart v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

  Mit zu viel Platz nimmt Leon Goretzka Maß - und erzielt in dieser Szene das 1:0 für die Bayern


Bislang kam er in jeder Begegnung zum Einsatz, doch von nun an hofft er darauf, weiterhin von Anfang an beginnen zu dürfen. Nach den ersten Auftritten, die durchaus positiv waren, lässt sich darauf schließen, dass er nicht sonderlich viel Zeit zur Eingewöhnung benötigt. Zwar merke man "in jeder Sekunde, dass Bayern eine Nummer größer" als Ex-Klub Schalke sei, doch für den Empfang seiner neuen Mitspieler hat er nur positive Worte übrig: "Ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen. Die haben mich super aufgenommen und nur wenn man sich wohlfühlt, kann man auch Leistung bringen."


Das will Leon Goretzka in den kommenden Wochen beweisen, um seiner Kampfansage aus dem Juni Taten folgen zu lassen. ​Damals sagte er während der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft: "Ich bin da sicher nicht hingegangen, um mich hinten anzustellen. Ich bin mir schon bewusst, dass es eine gewaltige Qualität gibt. Ich bin zu einem absoluten Weltklasse-Verein gewechselt. Und da ist schon klar, dass man abliefern muss, um den Anspruch auf einen Stammplatz zu haben." Er wolle nicht auf der Bank sitzen, sondern der Mannschaft helfen - so, wie er es gestern bereits getan hat.