Der ​VfB Stuttgart plant für diese Saison mit Innenverteidiger Benjamin Pavard, dies bekräftigte Sport-Vorstand Michael Reschke im Gespräch mit der ​tz.Dabei erklärte der 60-Jährige auch, wie der Verein es schaffte, den begehrten Weltmeister von einem Verbleib bis 2019 zu überzeugen, ehe dann der Sprung zu einem "europäischen Spitzenklub" erfolgen soll.


Wenn der Name Benjamin Pavard fällt, gerät Michael Reschke völlig ins Schwärmen: "Benji ist für den VfB ein absoluter Glücksfall. Er hat in der vergangenen Saison jede Bundesligaminute durchweg auf ganz hohem Niveau gespielt." Der 22-Jährige kam vor zwei Jahren für fünf Millionen Euro vom OSC Lille, machte erste Schritte in der zweiten Bundesliga und entwickelte sich nach dem Aufstieg weiter.


Bei der Weltmeisterschaft war er fester Bestandteil der französischen Nationalmannschaft, verpasste lediglich ein Spiel und hielt am Ende den begehrten WM-Pokal in den Händen. Man habe schon früh gewusst, dass der vielseitige Abwehrspieler "auf dem Weg zur internationalen Klasse ist. Bei der WM ist dies dann eindrucksvoll auf höchstem Niveau deutlich geworden", so Reschke, dessen größter Erfolg es gewesen sein dürfte, Pavard halten zu können.


Es habe "Angebote von europäischen Topklubs" gegeben, doch schlussendlich habe man den Franzosen von einem Verbleib bis 2019 überzeugen können. "Unabhängig davon, dass wir dabei das Heft des Handelns immer in der Hand hatten, war es uns extrem bedeutsam, dass er unseren Weg weiter in tiefer Überzeugung mitgehen will. Dies ist uns gelungen, weil er sportlich großes Vertrauen in unseren Kader hat und halt einfach ein sehr guter, bodenständiger Typ ist, der sich in unserem Team und im gesamten Klub sehr, sehr wohl fühlt", erklärte Reschke die Herangehensweise des Vereins.

1. FSV Mainz 05 v VfB Stuttgart - Bundesliga

  Bleibt definitiv in Stuttgart: Weltmeister Benjamin Pavard



Zugleich stellte er auch klar: "Kommende Saison wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem der ganz großen europäischen Spitzenklub wechseln. Dies ist für uns völlig okay." Aller Voraussicht nach zieht es den 1,86 Meter großen Verteidiger dabei nicht ins Ausland, sondern zum FC Bayern München. Der Rekordmeister ist der kommende Gegner der Schwaben, am 34. Spieltag der vergangenen Saison feierte die Mannschaft von Tayfun Korkut in der Allianz Arena einen überraschenden 4:1-Sieg.


Positiver Blick in die Zukunft: "Haben unseren eigenen Weg gehen"


Doch damit solch ein Erfolgserlebnis wiederholt wird, braucht es eine Menge, weiß Reschke, der von 2014 bis 2017 als technischer Direktor der Münchner fungierte: "Gegen die Bayern ist es immer brutal herausfordernd und zu Beginn einer Saison in der Regel noch schwerer, weil ein verstärkter Kampf um die Stammplätze stattfindet. Aber natürlich werden wir alles geben und sind nicht chancenlos. Tayfun Korkut und sein Trainerteam werden einen klaren guten Plan haben."


Insgesamt seien die Bayern zwar aufgrund ihres "Riesenabstandes" im wirtschaftlichen Bereich "für einen Klub wie den VfB keine Messlatte." Doch der Sportchef versicherte: "Wir haben unseren eigenen Weg und wollen uns mit seriöser, durchdachter Kader- und Klubstrategie entwickeln und unsere Fans begeistern. Der VfB soll die Menschen im Schwabenland stolz machen und irgendwann wollen wir auch wieder wettbewerbsfähig in Richtung Europa denken."