​Am Deadline-Day in der Bundesliga konnten einige Vereine noch mit überraschenden Transfers aufwarten. Auch Hannover 96 konnte mit dem Flügelspieler ​Florent Muslija, ehemals Karlsruher SC, ein neues Gesicht präsentieren. Trotz der Personalnot in der Defensive verzichteten die Niedersachsen jedoch auf die Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers. Klub-Chef Martin Kind nannte nun die Gründe für diese Entscheidung.


Mit Timo Hübers und Felipe fallen derzeit zwei etatmäßige Innenverteidiger verletzt aus. Bis zur Rückkehr des Deutschen wird es dabei voraussichtlich noch mehrere Monate dauern. Josip Elez, Waldemar Anton und Kevin Wimmer sind somit die einzig verbliebenen Optionen für Trainer Andre Breitenreiter. Zuletzt ließ der Cheftrainer wenig überraschend durchblicken, dass er sich über Verstärkungen in der Defensive nicht beschweren würde. 

Bereits vor wenigen Tagen jedoch hatte Martin Kind erklärt, dass auf dieser Position wohl wenig passieren wird. Nachdem diese Vermutung mittlerweile bestätigt wurde, erläuterte der Klub-Boss gegenüber der BILD die Gründe dafür. "Die Suche war schwieriger als erwartet. Wir wollten keine Alibi-Entscheidung. Außerdem haben wir mit Elez und Felipe noch zwei weitere Innenverteidiger", so der 74-Jährige. Dabei spielte der erfolgreiche Geschäftsmann auf die Bemühungen um ​Timm Klose und Papy Djilobodji an, die beide wohl zu teuer für die Hannoveraner waren.


Die Hoffnung auf einen neuen Defensivspieler muss der Cheftrainer von 96 jedoch noch nicht ganz begraben, schließlich dürfen vertragslose Spieler auch nach dem Ende der Transferperiode verpflichtet werden. Darunter sind mit Serdar Tasci, Philipp Wollscheid und Jan Kirchoff auch einige sehr erfahrene Akteure. Ob diese jedoch in das Anforderungsprofil der Hannoveraner passen, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Auch Kind bestätigte zumindest, dass man sich diese Optionen offen halte.