Mit der ​Verpflichtung von Nuri Sahin landete der ​SV Werder Bremen am letzten Tag der Transferperiode noch einmal einen Coup auf dem Transfermarkt. Der langjährige Spieler von Borussia Dortmund wechselt ablösefrei an die Weser und soll die Personalsituation im Mittelfeld endgültig entspannen. Wie schon beim Transfer von Angreifer Martin Harnik spielte auch dieses Mal Kapitän Max Kruse eine Rolle, wie Sahin gegenüber Werder.TV verriet.


Allerdings stellte der ehemalige Nationalspieler der Türkei (52 Länderspiele) klar, dass vor allem die Gespräche mit Trainer Florian Kohfeldt der ausschlaggebende Faktor war: "Die Gespräche mit den Verantwortlichen und dem Trainer waren sehr gut. Werder ist immer noch ein großer Verein, bei dem man aktuell auch das Gefühl hat, dass hier etwas heranwachsen wird. Ich freue mich darauf, dabei mitwirken zu können", sagte Sahin, dessen "ausdrücklicher Wunsch" - wie BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke beteuerte - am gestrigen Freitag in Erfüllung ging.


Bei seinem ersten Tag an der Weser wurde er vom klubeigenen Sender Werder.TV sowohl bei seiner Ankunft in Bremen als auch beim Medizincheck begleitet. "Erstmal vielen Dank für die Aufnahme in die Werder-Familie. Der Tag ging heute relativ früh los", bedankte sich Sahin am Ende der Aufnahmen. Er sei "sehr froh, dass ich hier bin", nachdem es in den Stunden zuvor plötzlich rasant zuging: "Es ging sehr schnell. Ich weiß, dass es Kontakt gab, aber es hat in den letzten Tagen Dynamik aufgenommen. Jetzt sitze ich hier, habe meinen Vertrag unterschrieben und bin Mitglied der Werder-Familie."

Borussia Dortmund Training Session

  Noch bis zum Donnerstag spielte Nuri Sahin in Schwarz-Gelb - doch in Zukunft wird er sich an das grün-weiße Trikot des SV Werder Bremen gewöhnen müssen 


Zuvor verriet er, dass er in den vergangenen Tagen immer wieder mit Max Kruse über den Verein gesprochen habe. Der 30-Jährige ist der Leader der Mannschaft, lockte bereits Martin Harnik zurück zu Werder. "Wir kennen uns über die Bundesliga, haben uns aber auch im Urlaub in L.A. getroffen", berichtet Sahin, der im Zuge dessen von einem "lustigen Abend" sprach. Als der mögliche Wechsel immer konkreter wurde, habe sich Kruse erneut gemeldet: "Er hat mir geschrieben, wie es aussieht und vorgeschwärmt, wie gut es hier ist."


Mit Erfolg: Nuri Sahin unterschrieb für zwei Jahre bei Werder, der Posten im defensiven Mittelfeld ist somit doppelt besetzt - auch wenn dort weiterhin ein Spieler mit Abräumer-Qualitäten fehlt. Dennoch wird der Transfer von den Fans gefeiert, und auch die Verantwortlichen waren froh darüber, den Ur-Borussen verpflichten zu können.