​Nach dem offiziellen Ende der Sommer-Transferperiode am 31. August steht nun endgültig fest: ​Jérôme Boateng wird den deutschen Rekordmeister nicht in Richtung Paris verlassen und Niko Kovac als Option in der Innenverteidigung damit weiterhin zur Verfügung stehen. Erstmals nach dem geplatzten Wechsel hat sich der 29-Jährige selbst gegenüber der Welt zu Wort gemeldet.


Paris Saint-Germain Present New Coach Thomas Tuchel

Brachte die Bayern-Bosse gegen sich auf: PSG-Sportdirektor Antero Henrique (r.)



Beinahe wäre Boateng wohl zu Paris Saint-Germain gewechselt, hätte den FC Bayern München nach sechs gewonnenen Meisterschaft, drei Pokalsiegen und einem Champions-League-Titel verlassen und nach seinem Wechsel nach München im Jahr 2011 in Paris das nächste und vielleicht letzte Kapitel seiner Karriere aufgeschlagen. Letzten Endes soll auch PSG-Sportdirektor Antero Henrique daran schuld sein, dass der geplante Transfer nicht stattfinden konnte.


Anscheinend hatte der Funktionär diverse Fristen verstrichen lassen und den Bayern-Bossen die Verhandlungen so erschwert. Als Reaktion darauf habe man an der Säbener Straße die ursprüngliche Forderung von 40 auf 50 Millionen Euro erhöht. Eine Forderung, der die Pariser schließlich nicht mehr nachkommen konnten, da sie den Auflagen des Financial Fair Play unterliegen.

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"Aufgabe war interessant" - Jérôme Boateng über den geplatzten PSG-Wechsel



Henrique, der aufgrund der Kaderplanung schon ein angespanntes Verhältnis zu Thomas Tuchel haben soll, spielte also durchaus eine Schlüsselrolle in den Verhandlungen. Denn die Gespräche zwischen Tuchel und Boateng seien aussichtsreich gewesen, wie der Weltmeister nun selbst bestätigte. 


"Es gab Gespräche mit Paris, das ist kein Geheimnis“, so der Innenverteidiger. "Die Aufgabe dort war interessant, die Gespräche mit Thomas Tuchel waren gut. Das heißt jedoch nicht, dass ich nicht mehr für den FC Bayern brenne. Ich habe große Ziele und werde weiterhin alles für den Verein geben. Wie ich es immer getan habe", so die Ankündigung des Bayern-Profis.


Hoeneß und Rummenigge hätten einem Abschied im übrigen wohl zugestimmt, weil sie dem anfälligen Verteidiger nicht mehr allzu viele Saisoneinsätze zugetraut haben, nachdem Boateng in den vergangenen Jahren immer wieder auch in den entscheidenden Phasen der Saison verletzungsbedingt ausfiel. Für die Partie gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend wird der gebürtige West-Berliner nun jedenfalls zur Verfügung stehen.