Kohfeldt: Werder muss gegen Frankfurt "clever sein" - 3 Spieler sollen noch gehen

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Hannover 96 will Werder Bremen am zweiten Spieltag den ersten Dreier der Saison einfahren, trifft jedoch mit Eintracht Frankfurt auf einen unangenehmen Gegner.


Die Hessen enttäuschten im Supercup sowie im DFB-Pokal, errangen aber plötzlich einen 2:0-Sieg zum Auftakt gegen den SC Freiburg. Trainer Florian Kohfeldt weiß daher nicht so recht, wie die Eintracht beim Duell am Samstag (15:30 Uhr) auftreten wird. Dennoch will der 35-Jährige auf Sieg spielen, sich gegen die 'Adler' nicht verstecken und einen mutigen Auftritt seiner Schützlinge sehen. Im Folgenden präsentieren wir die wichtigsten Aussagen der heutigen Pressekonferenz des SV Werder Bremen.

1. Das Personal

Während weiterhin Spieler wie Ole Käuper, Fin Bartels, Aron Jóhannsson oder die Ersatztorhüter Stefanos Kapino und Michael Zetterer fehlen, ist der Rest des Kaders für das kommende Wochenende einsatzbereit: "Bis auf die Langzeitverletzten stehen heute alle Spieler auf dem Platz und trainieren", sagte Kohfeldt.


"Ich freue mich als Trainer, so viele unterschiedliche Alternativen und Typen zu haben. Das ist für mich immer die härteste Entscheidung der Woche", so der Trainer, der auch in diesen Tagen wieder einige schwierige Entscheidungen treffen muss.

2. Die Aufarbeitung des Remis gegen Hannover

Gegen Hannover 96 ging Werder Bremen ambitioniert in das erste Spiel der neuen Saison, am Ende stand jedoch nur ein 1:1-Unentschieden: "Wir waren enttäuscht, gegen Hannover nicht gewonnen zu haben, aber es war kein 'Dämpfer'", so Kohfeldt.


Im Anschluss habe man die Partie "ausführlich analysiert. Wir hatten eine gute Trainingswoche um Dinge zu verfeinern." Dabei habe man vor allem aber zwei Dinge thematisiert: "Wir haben über das Verteidigen in der Ordnung und unser Tempospiel gesprochen. Das müssen wir verbessern und wollen unseren Rhythmus finden."

3. Der kommende Gegner aus Frankfurt

Eintracht Frankfurt ist derzeit immer wieder für eine Überraschung gut. Nach der 0:5-Pleite im Supercup gegen Bayern München folgte nur eine Woche später das Ausscheiden im DFB-Pokal beim SSV Ulm, ehe man am ersten Spieltag mit 2:0 beim SC Freiburg siegte.


"Es ist schwer zu sagen, was der Sieg in Freiburg oder auch die Niederlagen gegen Bayern und Ulm mit der Eintracht gemacht hat", sagte Kohfeldt, der zugleich vor dem Gegner warnte: "In der Vergangenheit waren sie aber immer sehr resistent und mutig."


Der 35-Jährige gab zugleich die taktische Marschroute vor: "Wir müssen in den richtigen Momenten auch clever sein. Ich kann aber sagen, dass wir nicht nur auf Konter spielen werden."

4. Neuzugänge sind nicht mehr geplant

"Auf der Kaufseite wird nichts mehr passieren", kündigte Sportchef Frank Baumann an. Allerdings wolle man noch den einen oder anderen Spieler abgeben: "Wir suchen Lösungen für Thanos Petsos und Luca Caldirola. Auch bei passenden Möglichkeiten für Thore Jacobsen wären wir gesprächsbereit."


Dass in der zweiten Riege überwiegend junge Spieler auf ihre Chance warten, stört den 42-Jährigen indes nicht. Viel mehr sei es eine bewusste Entscheidung gewesen: "Wir haben immer betont, dass wir uns den Kader in der Vorbereitung genau ansehen möchten. Wir fühlen uns so wohl und wollen auch unseren jungen Spielern eine Chance geben."