WOLFSBURG, GERMANY - AUGUST 25: Head coach Bruno Labbadia of Wolfsburg looks on during the Bundesliga match between VfL Wolfsburg and FC Schalke 04 at Volkswagen Arena on August 25, 2018 in Wolfsburg, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

VfL Wolfsburg: Labbadia freut sich auf die zweite Topmannschaft in Folge

Der VfL Wolfsburg feierte am vergangenen Wochenende einen überraschenden 2:1-Erfolg über den FC Schalke 04 und geht dementsprechend mit Vorfreude in die kommende Partie. Am Samstag (15:30) geht die Reise zu Bayer 04 Leverkusen, das seinen Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach verlor und daher im ersten Heimspiel gleich die ersten Punkte in der neuen Saison einfahren will. 


Nach der ersten Belohnung gegen 'Königsblau' will Bruno Labbadia im besten Fall auch gegen den zweiten "Top-Gegner" bestehen, und fordert daher mannschaftliche Geschlossenheit - auch im Bezug auf das Personal. Die wichtigsten Aussagen des 52-Jährigen auf der heutigen Pressekonferenz:

1. Das Personal

Die wohl wichtigste Nachricht des Tages für die Anhänger des VfL: Bis auf Josuha Guilavogui werden voraussichtliche alle Akteure mit an Bord sein - auch Josip Brekalo.


"Er hatte aus dem Spiel heraus und schon davor muskuläre Probleme, die haben wir anders belastet", so Labbadia über den Linksaußen. "Er hat heute morgen schon eine leichte Einheit gehabt, damit er für heute Mittag vorbereitet ist. Da sieht alles gut aus. Alle anderen sind soweit in Ordnung, von dem her können wir aus dem Vollen schöpfen."

2. Der Stand der Dinge bei Guilavogui

Gegen den FC Schalke musste Kapitän Josuha Guilavogui nach 45 Minuten ausgewechselt werden. Der 27-Jährige erlitt eine Knieverletzung, wird allerdings nicht operiert: "Er war jetzt bei zwei Spezialisten und man hat sich darauf geeinigt, dass wir das konservativ behandeln und er jetzt sofort mit der Reha anfängt. Dann müssen wir schauen, wie sein Heilungsverlauf ist", kündigte Labbadia an.


Der Franzose mache einen "sehr positiven Eindruck. Er muss sehr viel im Kraftbereich und an der Stabilität arbeiten, damit kann er relativ schnell anfangen. Wir werden sehen, wie schnell er uns zur Verfügung steht."


Nichtsdestotrotz wiegt die Verletzung aus Sicht des 52-Jährigen schwer: "Was den Ausfall betrifft, darüber brauchen wir nicht zu reden. Das ist für uns ein großer Ausfall, menschlich wie auch sportlich, weil er in beiden Bereichen große Fähigkeiten hat."

3. Mögliche Last-Minute-Transfers

Neue Transfers als Reaktion auf die Verletzung von Guilavogui schloss Labbadia am Donnerstag aus: "Wir werden es als Mannschaft wettmachen müssen. Wir müssen das machen, was wir in der Vorbereitung gemacht haben: Als Mannschaft auftreten und das aus unseren eigenen Reihen wettmachen. Es ist eine Chance für Spieler, die hinten dran waren."


Auf anderen Positionen wolle der Trainer grundsätzlich nichts ausschließen, doch es gehe bei Transfers vor allem darum, richtige Verstärkungen zu finden. "Etwas dazuzuholen, von dem wir nicht hundertprozentig überzeugt sind, macht keinen Sinn. Aber wir haben auch den Glauben an unseren Kader, dass da Spieler sind, die das auf ihre Art umsetzen können. Wir haben uns Gedanken gemacht und wir glauben, dass wir das so hinkriegen können."


Im Bezug auf Abgänge sei hingegen alles möglich: "Das hängt von den Spielern und den Vereinen ab, die die Spieler holen können oder wollen. Da müssen wir abwarten. Es sind

anderthalb Tage Zeit, da muss es schnell gehen", so Labbadia. 

4. Die Bedeutung des Sieges gegen Schalke

Der 2:1-Sieg über Schalke 04 war aus Labbadias Sicht auch einige Tage später noch immer "enorm wichtig. Vor allem die Art und Weise, wie er zustande gekommen ist, weil wir gegen Widerstände durchgekommen sind. Wir haben 1:0 geführt, es in Überzahl versäumt, das 2:0 zu machen, haben dann einen herben Rückschlag mit dem 1:1 erlitten und sind super damit umgegangen."


Solche Situationen habe man bereits in der Vorbereitung besprochen, und Ähnliches habe man schließlich auch in der vergangenen Saison erlebt: "Gegen Köln das 1:1 zu kassieren war eine Prüfung für uns, so ähnlich war es auch gegen Holstein Kiel im Hinspiel. Das sind Dinge, die im Kopf eine große Rolle spielen."


Dementsprechend glücklich zeigte sich der Trainer darüber, dass man sich die nötigen Erfolgserlebnisse holen konnte: "Alles basiert auf einer intensiven Arbeit, die die Mannschaft in den sieben, acht Wochen gemacht hat. Wir haben einen Grundstock dafür gelegt. Das ist vielleicht etwas, wieso wir mit so viel Freude herangehen können. Wir wissen, wir haben gut gearbeitet. Da tut so ein Erfolgserlebnis wie gegen Schalke sehr sehr gut."

5. Der kommende Gegner aus Leverkusen

Von Juli 2008 bis Juni 2009 stand Labbadia für insgesamt 40 Pflichtspiele an der Seitenlinie von Bayer Leverkusen, nun kehrt er an seine einstige Wirkungsstätte zurück - vor allem mit Vorfreude im Gepäck: "Ich freue mich auf das Spiel, finde das Stadion sehr gut. Ich habe sehr gute Erinnerungen. Ich komme da gerne hin und hätte nichts dagegen, etwas mitzunehmen."


Für die 'Werkself' hatte er indes viel Lob übrig: "Erst mal muss man sagen, dass Leverkusen gefühlt immer zu den Champions League Vereinen gehört. Sie machen eine klasse Arbeit, es ist ein Verein, der es immer wieder schafft, gute talentierte Spieler zu holen und lange zu binden."


Die Mannschaft spiele unter Heiko Herrlich "guten Fußball", das Ergebnis aus der Auftaktpartie bei Borussia Mönchengladbach (0:2) täusche darüber hinweg: "Sie haben einfach nicht die Tore gemacht. Wir kriegen einen der spielstärksten Vereine vor die Brust. Sie sind auch immer sehr heimstark, aber es ist auch eine Herausforderung." 


"Mit Schalke und Leverkusen haben wir zwei Topmannschaften, eine konnten wir schlagen. Wir freuen uns auf das Spiel. Uns erwartet viel Intensität, Umschaltspiel und Pressing. Das ist etwas, das Spaß machen kann. Sie sind einfach gut", führte Labbadia fort.