​​Sebastian Rudy ist nach seinem Wechsel vom ​FC Bayern München zum ​FC Schalke 04 der neue Hoffnungsträger der 'Königsblauen'. Nachdem der Mittelfeldspieler beim deutschen Rekordmeister nur eine Nebenrolle bekleiden durfte, soll er bei den 'Knappen' wieder ein echter Führungsspieler werden. In einem Interview erläuterte der 28-Jährige nun die Gründe für seinen Wechsel und offenbarte auch die Rolle, die Leon Goretzka dabei spielte.


So verriet der 26-fache deutsche Nationalspieler in einem Interview mit der Sport Bild, dass sein Nationalmannschaftskollege nur positive Worte über seinen Ex-Klub gefunden hatte und daher die Entscheidung des Mittelfeldakteurs positiv beeinflusst hat. "Das war sehr wichtig für meine Entscheidung. Leon hat mir nur Positives erzählt: Schalke habe eine überragende Mannschaft, einen tollen Trainerstab, Wahnsinns-Fans. Er hat mir die Entscheidung leicht gemacht, regelmäßig von Schalke geschwärmt", so Rudy.

FC Schalke 04 Training Session

Sebastian Rudy (Mitte) will sich unter Domenico Tedesco (links) beweisen



Mit seinem neuen Klub, der für den ehemaligen Hoffenheimer 16 Millionen Euro auf den Tisch gelegt hat, will der gebürtige Schwabe in dieser Saison nun direkt durchstarten. "Ich will hier national und international angreifen und auf mich aufmerksam machen – da ist die Champions League eine tolle Bühne", so der ehrgeizige Profi, der bei den Schalkern einen Vierjahresvertrag unterzeichnete.


Dabei sehe er sich durchaus in einer Führungsrolle und wolle seine Qualitäten in die Mannschaft einbringen. "Ich werde versuchen zu zeigen, was mich ausmacht, eine Mischung aus Stabilität, Mentalität und harten Zweikämpfen, aber eben auch aus einem geordneten, strukturierten und dominanten Spielaufbau", so der defensive Mittelfeldspieler.


Obwohl er bei den Bayern den Durchbruch nicht wirklich gepackt hat, blickte der Deutsche nicht mit Argwohn nach München zurück, sondern betonte die positiven Aspekte. So sei es zwar für niemanden einfach, dauerhaft in dieser "Super-Truppe" zu spielen, dennoch habe er es geschafft, mit seiner Situation "immer professionell umzugehen", auch als er nach dem Trainerwechsel zu Jupp Heynckes einen schweren Stand hatte. Unterm Strich nehme er daher viel mit und sei in München "als Persönlichkeit und Mensch" gereift.