​Auf der heutigen Pressekonferenz von Borussia Dortmund haben Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Michael Zorc über den neuen Mittelstürmer Paco Alcácer, das anstehende Spiel gegen Hannover 96 und weitere Abgänge gesprochen. Zorc und Favre sehen in Alcácer einen "richtigen Neuner", der gut in die Dortmunder Mannschaft passt.


Auf einer kurzen Pressekonferenz, die am heutigen Mittwoch parallel zur viel beachteten Pressekonferenz von Bundestrainer Joachim Löw stattfand, sprachen ​Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Zorc vor allem über die Leihe des spanischen Mittelstürmers Paco Alcácer. Favre hält dabei bereits einen Einsatz im Bundesligaspiel am Freitag gegen Hannover 96 für möglich: "Er hat sein erstes Training gemacht. Ob er eine Option für Freitag ist, werden wir morgen sehen. Wir entscheiden Donnerstagnachmittag nach dem Training." 

Favre sieht den 24-jährigen Spanier, der leihweise vom ​FC Barcelona kommt, als geeigneten Stürmer für sein Spielsystem: "Er ist mehr eine klare Nummer 9 als ein Flügelspieler. Er kann sowohl mit der Mannschaft kombinieren als auch in die Tiefe laufen. Er gibt uns mehr Optionen." Auch Sportdirektor Zorc sieht in der Leihe des Mittelstürmers die richtige Entscheidung: "Wir glauben, dass er mit seiner Art zu spielen sehr gut zu uns passt. Aus meiner Sicht ist es ein guter Schritt, ihn geholt zu haben. Er ist ein richtiger Neuner und kann bei uns mehr spielen als in Barcelona. Ich glaube, dass es gut passt."


Nun wolle sich Favre in erster Linie aber auf das Freitagabendspiel am zweiten Spieltag der Bundesliga gegen ​Hannover 96 fokussieren: "Hannover hat in Bremen gut gespielt. Sie spielen ein flaches 4-4-2. Sie sind sehr kompakt und schwer zu spielen. Wir freuen uns auf die Champions League, konzentrieren uns aber zunächst auf das Meisterschaftsspiel gegen Hannover 96", nimmt der Trainer Stellung zur morgen anstehenden ​Auslosung der Champions-League-Gruppen.

Auf Sportdirektor Michael Zorc wird dabei in den kommenden zwei Tagen bis zum Transfer-Deadline-Day am Freitagabend noch einiges an Arbeit zukommen. Denn mit aktuell 30 Profis ist der Kader deutlich zu groß: "Wir sind uns einig, dass der Kader nicht zu klein ist. Wir sind bemüht, noch das ein oder andere umzusetzen. Ob das klappt, kann ich noch nicht sagen." Vor allem Spieler wie Sebastian Rode, Jeremy Toljan oder Nuri Sahin sollen den BVB wohl noch verlassen. Und auch Shinji Kagawa, der in den bisherigen zwei Saisonspielen noch nicht im Kader stand, darf den Verein bei einem passenden Angebot gehen.