Marcin Kaminski ist Fortunas neuer Abwehrhühne. Der 1,91 Meter hochgewachsene Innenverteidiger ist für ein Jahr auf Leihbasis von Ligakonkurrent Stuttgart nach Düsseldorf gewechselt und soll bei den Rheinländern mehr Spielpraxis erhalten. Dass er beim VfB zuletzt nur noch eine untergeordnete Rolle spielte, nimmt er Cheftrainer Tayfun Korkut nicht übel.

Auf der Suche nach einem erfahrenen Mann für die Abwehrzentrale ist Aufsteiger ​Fortuna Düsseldorf in Stuttgart fündig geworden. Die Rot-Weißen sicherten sich Mitte vergangener Woche die Dienste von Marcin Kaminski – und der macht im Gespräch mit der Rheinischen Post gleich klar, dass er nicht gekommen ist, um sich auf die Bank zu setzen.

VfB Stuttgart v SV Werder Bremen - Bundesliga

Marcin Kaminski kämpft fortan bei der Fortuna um seinen Stammplatz


​„Ich möchte möglichst rasch in die Startelf kommen und auf jeden Fall mehr spielen als beim ​VfB Stuttgart“, erklärt der Pole, der weiß, dass er mit Kaan Ayhan, Andre Hoffmann und Robin Bormuth auch weiterhin starke Konkurrenz vor der Nase hat. „Sie sind ausgezeichnete Innenverteidiger. Aber dennoch sind meine Chancen in Düsseldorf besser als in Stuttgart. Dort haben sie fünf Mann für die Abwehrzentrale, und drei davon sind zu allem Überfluss auch noch Linksfüßer wie ich. Klar, dass ich auch hier erst einmal meinen Platz finden muss – aber beim VfB wäre es allein der Quantität wegen noch schwerer gewesen.“

„Da kann ich nicht erwarten, dass er die Mannschaft ändert“

Dass er bei den Schwaben nicht mehr über den Rang des Reservisten hinauskam, enttäuschte Kaminski. Allerdings räumte der 26-Jährige auch Verständnis für Trainer Tayfun Korkut ein. „Wir hatten in der vergangenen Saison eine ganz schlechte Phase, sind in fünf Spielen leer ausgegangen“, erinnert sich der Defensivmann. „Als dann aber Tayfun Korkut Trainer wurde, fingen wir plötzlich an zu punkten. Da kann ich nicht erwarten, dass er die Mannschaft ändert.“

Nun will er in der Startformation von Düsseldorfs Cheftrainer Friedhelm Funkel stehen. Vielleicht gelingt ihm das ja schon am kommenden Sonntag (15:30 Uhr). Dann sind die Fortunen, die ihre Auftakt-Partie knapp mit ​1:2 gegen den FC Augsburg verloren, nämlich bei ​RB Leipzig gefordert.