Sandro Wagner ist kein 08/15-Profi. Der Mittelstürmer des ​FC Bayern München nimmt kein Blatt vor den Mund und so sprach er auch im Zuge seiner Nicht-Nominierung für die WM in Russland laut aus, was er dachte – und ließ dabei auch das Trainerteam rund um Jogi Löw nicht außen vor. Mittlerweile holte der Offensivmann, der erst mit 29 Jahren zum Nationalspieler wurde, sein Dankeschön an den Bundestrainer nach.

„Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht bin. Die WM wäre eine tolle Sache gewesen. Ernstnehmen kann ich das aber natürlich nicht“, sagte Sandro Wagner einst nach der Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders der deutschen Nationalmannschaft. Der 31-Jährige, der zuvor mehrfach für die DFB-Auswahl auflief, hatte es überraschend nicht ins Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw geschafft und trat daraufhin aus der Nationalelf zurück

„Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse“, erklärte der Münchens Offensivmann im Nachgang. Mittlerweile ruderte Wagner allerdings zurück, sendete gar versöhnliche Worte in Richtung Bundestrainer – und holte sein Dankeschön für seine Einsätze im DFB-Dress nach: „Was ich bei meinem Rücktritt damals leider nicht gut kommuniziert habe, ist, dass ich Jogi Löw immer sehr dankbar sein werde, dass er mich überhaupt zum Nationalspieler gemacht hat."

Mit 29 Jahren gab Wagner im Juni vergangenen Jahres sein Debüt für Deutschland, als er im Rahmen des Testspiels gegen Dänemark in der Startelf stand. Es folgten sieben weitere Einsätze für die Nationalmannschaft, in denen der Angreifer insgesamt fünf Treffer markierte. Sein letztes Duell für die DFB-Auswahl bestritt er derweil im März, als man im Testspiel gegen Brasilien mit 0:1 verlor.