Am morgigen Donnerstag (18 Uhr) werden im Grimaldi Forum von Monaco die Gruppen der kommenden Champions-League-Saison ausgelost. Neben Borussia DortmundSchalke 04 und Neuling 1899 Hoffenheim ist der FC Bayern München seit etlichen Jahren fester Bestandteil der Königsklasse und hat aufgrund der Zusammensetzung der Lostöpfe meist die besten Aussichten auf eine entspannte Gruppe. Jedoch gilt auch in diesem Jahr: In den Töpfen zwei, drei und vier warten unangenehme Gegner.


Klar ist, dass man den größten Brocken aus dem Weg geht - auch Paris St. Germain, das sich in der vergangenen Saison den Gruppensieg vor den Bayern sicherte. Neben den Parisern befinden sich Lokomotive Moskau, Juventus Turin, Manchester City, der FC Barcelona, Atletico Madrid sowie Real Madrid in Lostopf eins, unangenehmer waren die Gruppenköpfe selten.

Im zweiten Topf warten durchaus attraktive Gegner wie Manchester United, der SSC Neapel oder Tottenham Hotspur, in Topf drei befinden sich Ajax Amsterdam, der FC Liverpool oder Olympique Lyon. In Topf vier sind die Young Boys Bern und Viktoria Pilsen, allerdings auch Inter Mailand oder der FC Valencia vertreten. 


Klar ist somit, dass auch der FC Bayern eine mehr als schwierige Gruppe zugelost bekommen könnte. Denkbar wäre eine Konstellation mit dem italienischen Vizemeister aus Neapel, bei dem Ex-Trainer Carlo Ancelotti ab dieser Saison an der Seitenlinie steht, dem Vorjahresfinalisten FC Liverpool und dem FC Valencia, das sich in der abgelaufenen Spielzeit den vierten Platz in der Primera Division sicherte - wobei auch Inter Mailand ein unangenehmer Gegner wäre, falls man nicht auf Napoli treffen sollte.

(L-R) Inter Milan's Serbian midfielder D

  Das letzte Duell gegen Inter Mailand liegt über sieben Jahre her - doch nach der Final-Niederlage im Mai 2010 war das 2:3 in München eine weitere, bittere Niederlage, die zugleich das Aus im Achtelfinale bedeutete 


Angenehm scheint hingegen eine Gruppe mit Schachtar Donezk, einem der Gewinner der Duelle zwischen RB Salzburg und Roter Stern Belgrad oder PSV Eindhoven und BATE Borisov, sowie Viktoria Pilsen, das man bereits aus der Saison 2013/14 kennt.


Auch Manchester United, die AS Monaco und Galatasaray Istanbul würden eine fordernde, jedoch machbare und attraktive Herausforderung darstellen. Doch so oder so gilt für den FC Bayern nur eines: Am Ende der Gruppenphase soll man auf dem ersten Platz stehen, um im Achtelfinale unter Umständen einen angenehmeren Gegner zu erhalten. 


Danach wird es darauf ankommen, innerhalb des Turniers so weit wie möglich zu kommen, um nach den vier Halbfinal-Niederlagen seit dem Triumph im Jahr 2013 wieder das Endspiel zu erreichen und nach dem begehrten Henkelpott zu greifen.