DORTMUND, GERMANY - MAY 15:  Head coach Joachim Loew pauses during the presentation of the provisional squad of Germany for the 2018 FIFA World Championship Russia at Deutsches Fussballmuseum on May 15, 2018 in Dortmund, Germany.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

DFB: Das ist die Flop-Elf unter Bundestrainer Joachim Löw

Seit Juli 2006 ist Joachim Löw nun schon Nationalcoach der deutschen Fußballnationalmannschaft. Unter der Leitung des 58-Jährigen hat sich der deutsche Fußball im internationalen Vergleich nachhaltig in der Weltspitze etabliert. Mit der DFB-Auswahl erreichte der Bundestrainer große Erfolge, allen voran natürlich der Weltmeistertitel 2014. Dennoch waren auch Enttäuschungen dabei, wie jüngst das Vorrundenaus bei der diesjährigen WM in Russland. Unter Löw debütierten fast 100 Spieler für Deutschland, von denen einige auch heute noch zum Kern des Teams gehören. Andere wiederum durften zwar ein- oder mehrmals reinschnuppern, spielten danach aber keine Rolle mehr und sind mittlerweile längst vergessen. 


Das ist die Flop-Elf unter Bundestrainer Jogi Löw:

1. Tim Wiese

Der ehemalige Torhüter von Werder Bremen und der TSG 1899 Hoffenheim debütierte am 2. September 2008 in einem inoffiziellen Abschiedsspiel von Torwartlegende Oliver Kahn für die DFB-Auswahl, als er in der zweiten Halbzeit für Robert Enke eingewechselt wurde. Seinen ersten offiziellen Auftritt im DFB-Dress feierte er elf Wochen später, am 19. November 2008, gegen England. Bei der WM 2010 stand der Keeper als Ersatztorwart für Manuel Neuer im Kader uns sollte eigentlich im Spiel um Platz 3 auch zum Einsatz kommen. Eine Schleimbeutelentzündung verhinderte einen Einsatz jedoch, sodass Wiese der einzige Spieler aus dem WM-Kader 2010 ist, der nicht zum Einsatz kam. Insgesamt bestritt Wiese sechs A-Länderspiele für Deutschland, alle unter Joachim Löw - gewinnen konnte die DFB-Auswahl keines.

2. Malik Fathi

Der Außenverteidiger spielte 18 mal für die U21-Auswahl des DFB, ehe er im August 2006 in einem Freundschaftsspiel gegen Schweden sein Debüt für die A-Nationalelf feierte. Nach seinem Einsatz in der zweiten Halbzeit wurde er noch ein weiteres Mal am 7. Oktober 2006 gegen Georgien eingesetzt. Danach verzichtete Bundestrainer Joachim Löw auf die Dienste des Abwehrspielers. 

3. Alexander Madlung

Der großgewachsene Innenverteidiger wurde am 28. August 2006 wurde von Bundestrainer Joachim Löw in das Aufgebot der Nationalmannschaft für die Spiele gegen Irland und San Marino berufen, in denen er allerdings nicht zum Einsatz kam. Sein Debüt feierte der gebürtige Braunschweiger schließlich dennoch am 7. Oktober 2006 im Länderspiel gegen Georgien, als er in der 84. Minute für Manuel Friedrich eingewechselt wurde. Nach einem weiteren Einsatz am 28. März 2007 gegen Dänemark war das Kapitel Nationalmannschaft für Madlung dann allerdings auch schon wieder beendet. 

4. Marvin Compper

Marvin Compper ist einer von vielen Spielern, denen der Bundestrainer zwar zu ihrem Nationalmannschaftsdebüt verhalf, sie aber nur dieses einzige Mal einsetzte. Der Abwehrspieler bestritt sein Länderspiel am 19. November 2008 in Berlin bei der 1:2-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen England. Mit seinen 77 Einsatzminuten bis zu seiner Auswechslung war er - auch wenn kein Einsatz für die DFB-Elf mehr dazu kam - der erste deutsche Nationalspieler der TSG 1899 Hoffenheim.

5. Sascha Riether

Nachdem Sascha Riether die U21-Nationalmannschaft zeitweilig als Mannschaftskapitän aufs Feld führte, schaffte er am 11. August im Test-Länderspiel gegen Dänemark als Einwechselspieler auch den Sprung in die A-Elf des DFB. Bundestrainer Löw nominierte Riether in der Folge für die zwei Qualifikationsspiele der EM 2012 gegen Belgien und Aserbaidschan, wo Riether im zweiten Spiel auch ran durfte und über die volle Distanz auf dem Rasen stand. Trotz des 6:1-Erfolges gegen Aserbaidschan kam Riether im Anschluss jedoch zu keinem Länderspiel mehr. 

6. Tobias Weis

Als eine weitere Eintagsfliege in der Liste der von Joachim Löw eingesetzten Nationalspieler entpuppte sich auch Tobias Weis. Der Mittelfeldspieler nahm Ende Mai 2009 an einer Asien-Reise der DFB-Auswahl teil und kam schließlich im zweiten Spiel gegen die Auswahl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Einsatz, nachdem er in der ersten Partie gegen China nur auf der Bank gesessen hatte. Sein knapp 25-minütiger Auftritt ist bis heute der einzige mit dem Adler auf der Brust geblieben. 

7. Jermaine Jones

Nach guten Leistungen nach seinem Wechsel zum FC Schalke 04 wurde Jermaine Jones am 9. November 2007 von Bundestrainer Löw für die EM-Qualifikationsspiele gegen Zypern und Wales erstmals nominiert, musste seine Teilnahme jedoch aufgrund einer Kapselverletzung absagen. Am 6. Februar 2008 gab er im Freundschaftsspiel gegen Österreich schließlich dennoch sein Debüt für die DFB-Auswahl. Im Mai 2008 berief ihn Joachim Löw dann zunächst auch in den vorläufigen Kader für die EM 2008 - den Sprung in den finalen Kader schaffte Jones allerdings nicht. Da er nur in Freundschaftsspielen für die DFB-Elf zum Einsatz kam, wechselte er wegen der mangelnden Perspektive schließlich die Nationalmannschaft und lief in der Folge 69 Mal für die USA auf. 

8. Aaron Hunt

Der heutige Mittelfeldspieler und Mannschaftskapitän vom Hamburger SV kam im November 2009 gegen die Elfenbeinküste zu seinem ersten Einsatz für die DFB-Auswahl, nachdem er sich zuvor klar zu Deutschland und gegen England bekannte, für dessen Landesauswahl er ebenfalls hätte auflaufen können. Nach dem Spiel gegen die Ivorer kam der offensive Mittelfeldmann zunächst noch im August 2010 gegen Dänemark zum Einsatz, ehe er am 29. Mai 2013 gegen Ecuador das dritte und letzte Mal für die DFB-Auswahl auf dem Rasen stand. 

9. Paul Freier

Nicht viele wissen, dass auch Paul Freier einst unter Jogi Löw für die deutsche Nationalmannschaft auflief. Der langjährige Spieler des VfL Bochum, der ansonsten nur für Bayer 04 Leverkusen spielte, debütierte am 9. Mai 2002 mehrere Jahre vor der Ära Löw beim 7:0 gegen Kuwait für die DFB-Auswahl. Nach der WM 2002 stieg er sogar zum Stammspieler auf und sollte eigentlich auch bei der EM 2004 zum Einsatz kommen - die Verletzung verhinderte dies allerdings. Nach seinem Einsatz im Februar 2005 gegen Argentinien wurde Freier schließlich längere Zeit nicht mehr berücksichtigt, ehe ihn der mittlerweile als Bundestrainer engagierte Joachim Löw im November 2006 wieder für das EM-Qualifikationsspiel gegen Zypern nachnominierte. Nachdem er in der Partie nicht zum Einsatz kam, bestritt der Mittelfeldspieler im März 2007 gegen Dänemark schließlich sein 19. und letztes Länderspiel.

10. Sidney Sam

Insgesamt fünf A-Länderspiele bestritt auch der mittlerweile 30-jährige Sidney Sam, der aktuell in der 2. Bundesliga für den VfL Bochum spielt. Der offensive Mittelfeldspieler, der auch auf dem Flügel eingesetzt werden kann, wurde am 16. Mai 2013 von Bundestrainer Löw für die Länderspiele gegen Ecuador und die USA berufen, wo er im ersten Spiel am 29. Mai gleich sein Debüt für die DFB-Auswahl gab. Neben drei weiteren Einsätzen kam er auch im WM-Qualifikationsspiel gegen Faröer am 10. September 2013 als Einwechselspieler zum Einsatz. Im Anschluss folgte eine Formkrise, die den gebürtigen Kieler vom Bundesligaklub FC Schalke 04 über den SV Darmstadt 98 bis hin zum VfL Bochum ins Mittelfeld der 2. Bundesliga führte. 

11. Jan Schlaudraff

Nach guten Leistungen zu Beginn der Saison 2006/07 wurde auch Jan Schlaudraff von Bundestrainer Joachim Löw in den Kader der DFB-Auswahl berufen. Im Testspiel gegen Georgien am 7. Oktober 2006 feierte der Offensiv-Allrounder sein Debüt für die A-Nationalmannschaft. Es folgten zwei weitere Freundschaftsspiele im Februar und März 2007 gegen die Schweiz und Dänemark, ehe Schlaudraff wieder vom Radar des Bundestrainers verschwand. 

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