​Noch ist die Tinte nicht trocken, doch zum einen kündigte BVB-Sportdirektor Michael Zorc ​baldige Ergebnisse in der Causa Paco Alcácer an und zum anderen befindet sich der elfmalige spanische Nationalspieler bereits in Westfalen, ​um den Medizincheck zu absolvieren und soll daraufhin für eine Saison ausgeliehen werden. Durch den Abgang des Stürmers ergeben sich gleichbedeutend Veränderungen in der Stürmer-Hierarchie beim FC Barcelona.


Nachdem es bei den Katalanen in der jüngsten Vergangenheit im Rennen um die Meisterschaft blendend lief und auch der Pokal in der Vor-Saison gewonnen werden konnte, werden sich die Verantwortlichen einmal mehr auf die Champions League fokussieren. Immerhin wurde der Henkelpott in den vergangenen drei Saisons ausgerechnet drei Mal vom Intimfeind aus Madrid gewonnen.

Trofeu Joan Gamper 2018'FC Barcelona v  Boca Juniors'

Trotz Alcácer-Abgang: Der Kader des FC Barcelona ist qualitativ und auch in der Breite gut aufgestellt



Mit Clément Lenglet, Arturo Vidal, Arthur und Malcom wurde der gut besetzte Kader nochmals in allen Mannschaftsteilen verstärkt. Zudem wird Philippe Coutinho in dieser Saison auch in der Champions League einsatzfähig sein, während Ousmane Dembélé nach seinen langwierigen Verletzungssorgen aus Barça-Sicht hoffentlich verletzungsfrei bleiben wird. Dennoch gibt es eine Position, die beim spanischen Meister chronisch unterbesetzt ist: die Position des Mittelstürmers.


Sowohl Lionel Messi als auch Luis Suárez können diese Position ausfüllen und schießen standesgemäß derart viele Tore, dass es ein Ersatzmann schwer hat, ähnliche Werte zu erzielen und über den Status des Reservisten hinauszukommen. Alcácer war dies vergönnt, nun erhält ein neuer Spieler die Chance, als Mittelstürmer trotz Messi und Suárez zu überzeugen: Munir El Haddadi. Während Dembélé, Coutinho und Malcom für die Außenpositionen vorgesehen sein dürften, hat der Spanier mit marokkanischen Wurzeln seine Stärken im Sturm-Zentrum.

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Soll in Barcelona als Alcácer-Ersatz überzeugen: Munir El Haddadi



In der Saison 2016/17 wurde Munir zum FC Valencia abgeschoben, schoss sieben Tore. Die Saison 2017/18 verbrachte er schließlich bei Deportivo Alavés, trug dort 14 Tore zum Erfolg des Erstligisten bei. Von 2011 bis 2014 genoss Munir seine fußballerische Ausbildung beim FC Barcelona. Seit 2014 ist er Profi, kam 45-mal für den FC Barcelona zum Einsatz und erzielte dabei zehn Tore.


Ernesto Valverde wird wohl genau dann auf ihn vertrauen, wenn sich Messi beziehungsweise Suárez schonen und sich eventuell auf "wichtigere" Spiele vorbereiten sollen. Dann wird Munir seine Chance erhalten und genau dann muss er überzeugen. Ob der 22-Jährige diese Erwartungen erfüllen kann, wird die noch junge Saison zeigen. Das nötige Talent wird dem einmaligen Nationalspieler Spaniens jedenfalls attestiert. Langfristig könnte er auch die Chance ergreifen, in die Fußstapfen eines Luis Suárez zu treten, der im kommenden Januar 32 Jahre alt wird.