​Die vergangene Saison verlief für ​Borussia Mönchengladbach alles andere als optimal. Am Ende sprang für das mit großen Ambitionen gestartete Team nur ein enttäuschender neunter Platz heraus. Zwar hatte man in der gesamten Saison mit vielen Verletzungen zu kämpfen, dennoch ging auch Trainer ​​Dieter Hecking mit weniger Kredit in die aktuelle Spielzeit. Zwar ist der Saisonauftakt nach einem Kantersieg im Pokal und einem ​2:0-Heimsieg gegen Leverkusen geglückt, dennoch wird die Entwicklung der 'Fohlen' weiterhin kritisch beäugt.


In dieser Transferperiode sind die Gladbacher aktiv geworden und legten für ihre neue Sturmhoffnung Alassane Plea satte 23 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch. Eine klare Ansage der Vereinsführung in Richtung des Trainers: In diesem Jahr soll es wieder in Richtung internationale Wettbewerbe gehen. Zwar gilt das Verhältnis zwischen Hecking und Sportdirektor Max Eberl als stabil, dennoch müssen auch in der Zukunft weiterhin gute Ergebnisse her, um die Situation für den 53-jährigen Fußballlehrer weiterhin zu entspannen.

Borussia Moenchengladbach v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Alassane Plea ist der Hoffnungsträger für die Offensive der Gladbacher



In der Vergangenheit hatte der Deutsche auch bei den Fans des Traditionsvereins nicht immer einen guten Stand. Zu verhalten lasse der Übungsleiter seine Spieler auftreten und gerade in der Offensive vermissten viele Anhänger den nötigen Esprit. In den letzen beiden Partien deutete sich jedoch an, dass die Gladbacher in dieser Saison offensiver und auch mutiger agieren wollen. Diese Entwicklung dürfte den Fans gut schmecken. Dabei schickte der erfahrene Fußballfachmann seine Elf gegen das Team von Trainer Heiko Herrlich mit einem 4-3-3-System aufs Feld.


Dass es sich bei einer Systemanpassung auch immer um einen Prozess handelt, sollte allen Beteiligten jedoch klar sein. War man in der ersten Begegnung mit der Werkself auf eine Mannschaft getroffen, die selbst auch das Spiel gestalten wollte, trifft man in den nächsten Partien zumeist auf Mannschaften, die selbst lieber aus einer kompakten Defensive heraus agieren. Hier gilt es nun für das Team von Hecking, den nächsten Schritt zu machen und über eine komplette Spieldauer hinweg das Heft des Handelns mit Selbstbewusstsein in die Hand zu nehmen, auch auf die Gefahr hin, dadurch Lücken in der Defensive preis zu geben. Gelingt der Mannschaft dabei die richtige Balance zu finden, ist in dieser Saison Großes möglich.