​Es war eine empfindliche Niederlage, die José Mourinho und sein Team am gestrigen Abend hinnehmen mussten. Mit ​0:3 gaben sich die 'Red Devils' den 'Spurs' aus London geschlagen. Nach drei absolvierten Partien in der neuen Saison rangiert der Portugiese mit seiner Mannschaft inzwischen auf dem 13. Tabellenplatz. Im Anschluss an die Niederlage wurde der 55-Jährige dementsprechend emotional.

Wie ist es um den Status von José Mourinho bestellt? Der Top-Trainer, der mit dem FC Chelsea allein drei Meistertitel in England gewann, dürfte nach der enttäuschenden Niederlage gegen Tottenham mehr denn je in der Kritik stehen, nachdem es schon vor Saisonbeginn Gerüchte um eine mögliche Entlassung gegeben hatte. Wie sehr der Stolz des Trainers angekratzt ist, zeigte die gestrige Pressekonferenz nach der Partie.


Der "Höhepunkt" dieser Pressekonferenz war wohl der Moment, als der Portugiese mit seinen Fingern eine Drei formte und die Journalisten fragte, was dies bedeuten würde. Er wollte dabei allerdings nicht nur auf das Ergebnis des Spiels anspielen. "Ich habe allein mehr Premier-League-Titel gewonnen, als die anderen 19 Manager zusammen. Drei für mich und zwei für sie", so die Rechtfertigung von Mourinho, der dabei auf Pep Guardiola und Manuel Pellegrini anspielte, die jeweils einmal Meister in England wurden. "Respekt, Respekt", forderte der Cheftrainer vom Journalisten anschließend noch ein, ehe er die Medienrunde verließ.

Manchester United v Tottenham Hotspur - Premier League

Schoss nach der Niederlage gegen die Presse: José Mourinho




"Ihr wollt ein Wunder daraus machen, dass meine Mannschaft so gut gespielt hat und strategisch gesehen waren wir so, so gut und ihr wollt versuchen diese Pressekonferenz in ein 'lasst uns den Typen dafür verantwortlich machen' zu verwandeln", so die weiteren scharfen Äußerungen von Mourinho, die er zuvor getätigt hatte. "Es tut mir leid, du musst mir sagen, was das Wichtigste ist, denn ich weiß es nicht. Wenn ich die Spiele gewinne, komme ich hier her und du bist nicht glücklich, dass ich gewinne und du sagst mir, dass das Wichtigste die Spielweise sei", so ein weiterer markanter Auszug des Kleinkrieges zwischen Trainer und Journalist.


In dieser Woche war Mourinho bereits 30 Minuten zu früh zu einer Pressekonferenz erschienen und hatte sein Verhältnis zum Klub-Verantwortlichen Ed Woodward verteidigt. Nach vier Minuten und 19 Sekunden hatte er diese Konferenz wieder verlassen. Die nächste Gelegenheit, Kritiker verstummen zu lassen, haben Mourinho und sein Team am 2. September in Burnley.