​​Fortuna Düsseldorf ist bekannt für seine große und leidenschaftliche Anhängerschaft. Doch bei ihrem nächsten Spiel muss die Mannschaft aufgrund eines Boykotts auf viele Fans verzichten. Bei den Spielern stößt das auf wenig Verständnis.


Das erste Spiel konnte die Fortuna trotz anfänglicher Führung gegen den​ FC Augsburg nicht gewinnen. Ein Sieg im zweiten Spiel wäre also wichtig für die Aufsteiger, doch auf die Unterstützung ihrer Fans kann die Mannschaft dabei nicht wirklich zählen. Ein Großteil der Anhängerschaft wird das Spiel gegen​ RB Leipzig boykottieren, bis jetzt wurden nur 800 Karten verkauft.


Niko Gießelmann ist gegenüber der Bild enttäuscht: "Es wäre schön, wenn so viele Fans wie möglich kommen, die Antipathie Leipzig gegenüber beiseiteschieben und uns in Vordergrund stellen. Das würde uns puschen."

"Wir brauchen Unterstützung - vor allem weil wir Außenseiter sind", sagt Gießelmann weiter. Mit Leipzig wartet am Sonntag kein einfacher Gegner auf Düsseldorf. Auch die Roten Bullen müssen nach ihrer Niederlage bei ​Borussia Dortmund nun zwingend einen Sieg einfahren.


Schon vor Saisonbeginn gab es Streitigkeiten zwischen den Vereinsbossen der Fortuna und RB. Bei der Veröffentlichung des Spielplans hatte Düsseldorf das "RB" vor Leipzig gestrichen und das Vereinslogo nicht gezeigt. RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zeigte sich darüber weniger erfreut. 


Gießelmann kann die Fans teilweise verstehen, hofft am Sonntag aber trotzdem auf Unterstützung: "Ich finde es schade. Klar, die Meinungen über die Philosophie des Vereins gehen auseinander. Aber für uns Spieler ist es am schönsten, wenn so viele Fans wie möglich kommen."