Der Streit zwischen Mohamed Salah und dem ägyptischen Verband geht in die nächste Runde. Nachdem der Nationalspieler und Superstar von Premier-League-Tabellenführer FC Liverpool bereits nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland Veränderungen in den Strukturen forderte, kritisierte er den Verband nun in einem öffentlichen Statement und erhob dabei schwere Vorwürfe. 


Mohamed Salah und sein Berater haben den ägyptischen Verband, kurz EFA, in einem via Twitter veröffentlichten Statement auf seinem eigenen Account harsch kritisiert. Wie der Rechtsaußen vom ​FC Liverpool erklärte, habe er absolut kein Verständnis für die Handlungen des EFA. "Es ist normal, dass ein Verband versucht, die Probleme eines Spielers zu lösen, damit er sich gut fühlen kann. Tatsächlich aber passiert mir genau das Gegenteil", schrieb der 26-Jährige. 



Hintergrund der Geschichte ist, dass EFA-Geschäftsführer Tharwat Sweilem bereits letzten Monat die von Salah angesprochenen Probleme von der Hand gewiesen hatte. Der Ägypter, der in seinem Heimatland wie ein Volksheld gefeiert und verehrt wird, hatte sich nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der WM in Russland bereit kritisch über den Verband geäußert und Veränderungen gefordert.


Zudem gab es zwischen den Parteien Streit bezüglich der Nutzung von Salahs Bildrechten und der Fotos, die während des Turniers mit dem Flügelstürmer und dem umstrittenen tschetschenischen Präsidenten Ramzan Kadyrov enstanden waren. ​Salah selbst soll Medienberichten zufolge deshalb bereits über einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft nachgedacht haben. 


Aktuell zumindest scheint von Seiten des Verbands Stillschweigen zu herrschen. Der EFA ignoriert Salah und dessen Aussagen, wie er verriet. "Das ist nicht normal, dass meine Nachrichten und Briefe ignoriert werden. Ich weiß nicht, warum all das passiert. Haben sie keine Zeit, uns zu antworten?" Für die ägyptische Nationalmannschaft bestritt der Angreifer bislang 59 Pflichtspiele, in denen er 35 Mal traf.