​In diesem Sommer lotste der neue Trainer des ​FC Chelsea​Maurizio Sarri, mit Jorginho einen alten Weggefährten vom SSC Neapel an die Stamford Bridge. Obwohl der defensive Mittelfeldspieler also erst vor wenigen Wochen bei seinem neuen Klub aufgeschlagen ist, hat er bei den 'Blues' bereits die Zügel in die Hand und tritt äußerst dominant auf.


Besonders sein Auftritt in der dritten Partie in der laufenden Premier-League-Saison ​gegen Newcastle United verzückte dabei die Fans des Hauptstadtklubs. So war der Italiener an fast jeder Aktion seines Teams beteiligt und sammelte so 186 Ballkontakte. Zudem lieferte er 158 Zuspiele an seine Mitspieler. Dies bedeutet, dass er alle 34 Sekunden einen Pass anbrachte. Seit der genauen Datenerfassung in der höchsten englischen Spielklasse, hatten zuvor nur zwei Spieler noch mehr Zuspiele innerhalb einer Partie geliefert: Ilkay Gündogan mit 168 Pässen gegen Chelsea und Fernandinho mit 164 Zuspielen gegen Everton, beide Akteure im Trikot von Manchester City.

Obwohl die ersten Kritiker dem Spiel des 26-Jährigen nun vorwarfen, dass er sich bei seinen Pässen zumeist auf ungefährdete Querpässe über kurze Distanz beschränke, ist die Dominanz der Spielweise des Neuzugangs schlicht nicht weg zu diskutieren. Allein wenn man sich vor Augen führt, dass der Mittelfeldakteure beim Spiel gegen Newcastle phasenweise fast so viele Ballbesitz hatte, wie das komplette Team des Gegners.


Freilich gilt es nun für Jorginho, seine starke Frühform auch im weiteren Saisonverlauf zu bestätigen und auch in den Spielen gegen absolute Topmannschaften so dominant aufzutreten. Gelingt dies dem achtfachen italienischen Nationalspieler jedoch, könnte er für die 'Blues' zum absoluten Glücksgriff werden.