Der Saisonstart bei Manchester United war aus Sicht der Fans nicht wirklich erfreulich. Der Druck auf Jose Mourinho steigt vor dem Duell gegen Tottenham Hotspur. Einen Rücktritt schloss der Portugiese allerdings aus.


José Mourinho hat es derzeit nicht leicht bei Manchester United. Während die "Red Devils" am vorletzten Wochenende mit 2:3 gegen den klaren Außenseiter Brighton Hove & Albion unterlagen, steht am Montagabend mit dem Spiel gegen die Tottenham Hotspur der erste echte Prüfstein der neuen Premier-League-Saison an. 


Nachdem Mourinho in den letzten Wochen vergeblich neues Spielermaterial vor allem für die Innenverteidigung forderte, droht bei einer erneuten Niederlage der Fehlstart. Der Portugiese und Vizepräsident Ed Woodward sollen zudem ein belastetes Verhältnis haben. Ein Rücktritt sei für Mourinho Medienberichten zufolge derzeit allerdings kein Thema - noch nicht. 


Trotz des enttäuschenden Auftritts seiner Mannschaft in Brighton zeigte sich "The Special One" erfreut über die Unterstützung der eigenen Anhänger. "Die Fans waren in beiden Spielen fantastisch. Nicht für mich, sondern für das Team. Das ist es, was zählt", so der Portugiese auf der Pressekonferenz am Freitag. Am Montagabend hofft er nun gegen die Tottenham Hotspur auf eine ähnlichen Support der Fans, weil dies auch den Spielern der ​"Red Devils" einen Schub und das nötige Selbstvertrauen geben kann.


"Ich bin wirklich glücklich, wenn die Fans die Mannschaft so unterstützen. Gegen Leicester kann man sagen, dass es normal ist, weil wir gut gespielt und gewonnen haben. Wenn die Unterstützung so da ist in einem Spiel wie gegen Brighton, wo wir nicht gut gespielt und verloren haben, gibt dir das einen fantastisches Gefühl. Ich hoffe, dass die Spieler das auch spüren und alles geben, was sie haben."


Brighton & Hove Albion v Manchester United - Premier League

Jose Mourinho steht schon früh in der Saison unter Druck


Nachdem zuletzt ausgiebig über das angeblich zerrüttete Verhältnis zwischen Mourinho und Klub-Vizepräsident Ed Woodward berichtet wurde, wollte sich der Coach dazu am Freitag nicht genauer äußern. Auf die Frage nach einem guten Verhältnis der beiden antwortete er lediglich mit: "Natürlich."


Woodward hatte die Forderung des Portugiesen nach mindestens einem neuen Innenverteidiger in der Schlussphase des Transferperiode in England nicht erfüllt und keine Gelder für einen Top-Transfer für die Defensive zur Verfügung gestellt, was Mourinho sehr verärgert haben soll. ​Auch die Anhänger des englischen Rekordmeisters stehen dem 46-Jährigen nicht wohlgesinnten gegenüber und ​planen angeblich sogar eine Protestaktion gegen ihn. 


Nachdem der Portugiese die Pressekonferenz am Freitag nach nur wenigen Minuten verließ, scheint die Situation bei den "Red Devils" derzeit angespannter denn je. Selbst ein Rücktritt von Mourinho scheint im Bereich des Möglichen, wenngleich es dafür wohl noch zu früh sei. Wie die Times berichtet, denke der United-Coach trotz der Differenzen mit Woodward derzeit nicht über einen Abschied nach.


Ein Sieg am Montagabend gegen die "Spurs" könnte Wunder wirken und die Wogen im roten Teil Manchesters womöglich erst einmal ein wenig glätten. Im Falle einer Niederlage jedoch könnte es langsam aber sicher wirklich ungemütlich werden.