​Mit Benjamin Pavard konnte der ​VfB Stuttgart bislang einen frisch gebackenen Weltmeister im Kader halten und im Vorfeld der​ ​Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 kündigte Sportvorstand Michael Reschke an, dass dies aller Wahrscheinlichkeit nach auch für die restliche Transferperiode gelingen wird. Doch des einen Freud ist auch im Fußball bekanntlich des anderen Leid. Und so schaut mit Timo Baumgartl derzeit ein Innenverteidiger in die Röhre, der in der Vor-Saison noch komplett zu überzeugen wusste.


Pavard ist beim VfB absolut gesetzt. Das war in der vergangenen Saison so und ist nach seinen Erfolgen zuletzt natürlich auch in dieser Spielzeit so angedacht. Musste der Franzose in der Vergangenheit noch oftmals auf der rechten Seite aushelfen, soll er in diesem Jahr in der Innenverteidigung bleiben, auch da mit Pablo Maffeo ein fähiger Neuzugang für die Rechtsverteidigerposition verpflichtet werden konnte.


Da Trainer Tayfun Korkut zuletzt an seiner 4-4-2-Formation festhielt, bleibt dadurch in der Innenverteidigung neben Pavard nur ein Platz frei. Zuletzt hatte dabei ​Holger Badstuber im Duell mit Timo Baumgartl die Nase vorn. Ein bittere Situation für das Eigengewächs der Schwaben, dass in der Vor-Saison in der Bundesliga noch auf 29 Einsätze kam und einen großen Teil dazu beitrug, dass die Stuttgarter die beste Defensive der Liga stellten.

VfB Stuttgart v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

In der Vor-Saison war Timo Baumgartl bei den Schwaben absolut gesetzt


Zuletzt hatte sich Badstuber nicht gerade mit Ruhm bekleckert und daher dürfte Baumgartl nun vor dem Spiel gegen den FC Bayern München am kommenden Samstag seine Chance wittern. Ob Korkut jedoch ausgerechnet beim Spiel gegen den Rekordmeister auf den ehemaligen Bayern-Spieler verzichten wird, darf zumindest bezweifelt werden. Zudem könnte allein durch das Selbstverständnis des ehemaligen Nationalspielers ein Platz auf der Ersatzbank für Unruhe sorgen. Eine Variante mit einer defensiven Dreierkette ist hingegen durchaus denkbar.


Auch Neuzugang Marc-Oliver Kempf hatte sich von seinem Wechsel an den Neckar wohl mehr versprochen, ist in der Rangordnung derzeit aber nur die klare Nummer vier. Doch nicht nur in der Defensive dürfte die Liste der Enttäuschten beim VfB zuletzt immer größer geworden sein. 


Auch Dennis Aogo wurde von Neuzugang Gonzalo Castro verdrängt und musste sich zuletzt mit einer Reservistenrolle zufrieden geben. Darüberhinaus bleibt auch die Rolle von Anastasios Donis weiterhin ein Rätsel. Gegen Mainz stand der Youngster nicht einmal im Kader. Von den Anlagen bringt der Grieche eigentlich alles mit. Ob es an den schwachen Trainingseindrücken des 21-Jährigen liegt, oder am System der Schwaben, ist weiterhin unklar. So oder so dürfte es auch im Inneren des Offensivspielers brodeln.