Der neue ​Eintracht-Coach Adi Hütter stand unter massivem Druck. Nach dem Superpokal-Debakel gegen die Bayern und der Pokal-Blamage gegen SSV Ulm, musste am ersten Spieltag ein Sieg her. Dieser gelang den Adlerträgern gegen den SC Freiburg mit einem 2:0-Erfolg. Besonders der 19-jährige Evan N’Dicka war maßgeblich daran beteiligt.


Als Adi Hütter den erst vor drei Tagen 19 Jahre alt gewordenen Spieler für die Startelf nominierte, wunderten sich einige Fans. Der Franzose spielte allerdings eine mächtig beeindruckende Partie für sein Alter und schien mit dem Druck der Bundesliga gut umzugehen.


N’Dicka gab Hütter eine gute Leistung für sein Vertrauen zurück. Der 19-Jährige kam in diesem Sommer von AJ Auxerre für eine Summe von fünf Millionen Euro an den Main und gilt als ein großes Innenverteidiger-Talent. Dass er das Potential hat, zeigte der Franzose gegen die Breisgauer mit 60 Prozent gewonnen Zweikämpfen und fast elf gelaufenen Kilometern.

Hessen-Coach Hütter setzte wieder auf eine Viererkette in der Abwehr und erklärte dies in der Pressekonferenz bei SC Freiburg-TV nach dem Spiel gegen Freiburg. So erläuterte Hütter: "Seine Leistung habe ich hervorragend gesehen. Man darf nicht vergessen, dass er erst 19 geworden ist. Dafür muss man ihm sicherlich ein Sonderlob geben." Und dies sei ihm auch gegönnt. Der Youngster konnte mit seiner ruhigen und kontrollierenden Art der Frankfurter Defensive weiterhelfen.


Des Weiteren erklärte Hütter, dass N’Dicka als Linksfuß besser in die Viererkette passe als Marco Russ. Der Spielaufbau wäre so leichter gewesen. Außerdem mussten die Adlerträger mit dem Ausfall von David Abraham und der Erkrankung von Makoto Hasebe Stabilität in die Defensive bringen, was mit N’Dicka überraschend gut funktionierte.


Auch andere Spieler konnten sich zeigen. So auch der Pechvogel des letztjährigen Bundesliga-Auftakts, Nicolai Müller. Der 30-Jährige konnte das erste Tor für die Frankfurter erzielen und zeigte generell eine gute und verletzungsfreie Partie. Zwar nannte Hütter ihn nicht in der Pressekonferenz, jedoch spielte auch Sebastien Haller eine hervorragende Partie mit jeweils einer Vorlage und einem Tor.

Ob die Eintracht diese Form weiterhin aufrecht erhalten kann, bleibt abzuwarten, da Freiburg doppelt so viele Schüsse wie die Hessen hatte. Sollte SGE-Keeper Rönnow allerdings weiterhin so stark halten und die Defensive wieder so kompakt stehen, könnte die Eintracht diese Saison einige überraschen.