Die erste Mannschaft des ​FC Schalke 04 ist am Wochenende enttäuschend mit einem 1:2 gegen Wolfsburg in die Bundesliga-Saison gestartet. Doch nicht nur bei den Profis muss in den kommenden Wochen noch einiges an Rost abfallen, auch die Jugendmannschaften laufen der Konkurrenz derzeit hinterher​. Nun hat sich Jugendtrainer Norbert Elgert geäußert: Mit deutlichen Worten !


Die Schalker Jugendmannschaften erlebten wahrlich kein besonders erfolgreiches Wochenende. Nachdem die U17 das Revier-Derby gegen Borussia Dortmund mit 0:2 verloren hatte, musste die A-Jugendmannschaft eine noch herbere Niederlage gegen den BVB wegstecken. ​Das Spiel endete mit 4:1 für die Dortmunder.

In den letzten Jahren stets von Erfolg verwöhnt, muss die Schalker U19 jetzt aufpassen, den Anschluss an die Ligaspitze nicht zu verlieren. Wenn es dafür nicht bereits zu spät ist. Mit Platz acht und acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Dortmund kommen schwierige Zeiten auf die jungen "Knappen" zu. Zumal der Qualitätsunterschied gegen den BVB deutlich zu sehen war.

Nach der Partie machte U19-Trainer Norbert Elgert seinem Ärger gegenüber der BILD Luft: "Dortmund war uns individuell überlegen. Am Ende hieß es vor allem: Bitte kein Debakel. Im Moment bewegen wir uns in einer anderen Liga als Borussia Dortmund." Und der Schalker Kult-Coach war noch nicht fertig: "Jeder weiß, dass ich vor zwei Jahren schon fast nicht mehr hier war. Ich habe kommen sehen, dass wir mit der Knappenschmiede in der Spitze irgendwann nicht mehr mithalten werden. Dass wir höllisch aufpassen müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren."

Elgert vor Absprung?

Zwar wollte Elgert ein mögliches Ende seiner Zeit bei den Schalkern nicht bestätigen, schob jedoch eine direkte Forderung an die Königsblaue Vereinsführung hinterher: "Wir müssen nicht nur in Sportplätze investieren, denn die schießen und verhindern keine Tore. Es ist schön, dass wir bauen, aber perspektivisch brauchen wir mehr Qualität."

Mit den Aussagen konfrontiert, musste auch Nachwuchs-Direktor Peter Knäbel zugeben: "Auf uns wartet viel Arbeit." Wie in Zukunft wieder ​mehr Spieler aus der Knappenschmiede den Sprung zu den Profis schaffen könnten, darauf hatte auch Knäbel keine direkte Antwort, fügte aber an: "Wir dürfen nicht zulassen, dass über Jahre hinweg ein Loch entsteht. Dann ginge ein Stück Identität verloren."