​Der ​2:0-Auswärtssieg von ​Eintracht Frankfurt beim ​SC Freiburg ging aufgrund der reiferen Spielanlage der Hessen mit Sicherheit in Ordnung, dennoch erhitzten die Geschehnisse vor dem zweiten Treffer der 'Adler' die Gemüter. Vorwürfe, unfair vorgegangen zu sein, wollten sowohl Trainer Adi Hütter als auch Sportvorstand Fredi Bobic nach der Partie aber nicht so stehen lassen.


Was war passiert? Nach rund 80 Spielminuten lag Frankfurts Lucas Torró verletzt im eigenen Strafraum und Eintracht-Torwart Frederik Rönnow versuchte, den Ball ins Aus zu schlagen, damit sein Teamkollege behandelt werden kann. Dabei landete der Ball jedoch bei einem Spieler der Freiburger, der den Ball dann selbst ins Aus beförderte. Nachdem der Eintracht-Spieler behandelt worden war, wurde das Spiel also mit Einwurf für die 'Adler' fortgesetzt. Diese entschieden sich nun in Person von Jetro Willems nicht dafür, den Ball wieder nach hinten zu spielen, sondern leiteten einen Angriff ein, der schlussendlich zum 2:0 führte.

Die Freiburger Fans und auch die Ersatzbank der Breisgauer waren darüber nicht gerade begeistert und sahen die Grundsätze des Fair-Play verletzt. Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic wollte nach der Partie davon aber nichts hören. "Wir hätten ohnehin Ballbesitz gehabt. Und dann spielen wir einfach weiter, was richtig ist Das ist nicht die Frage, sondern höchstens ob man statt nach vorne zuerst nach hinten spielt", so der 46-Jährige gegenüber der Sportschau. Auf der Vereinsseite der Eintracht lobte er vielmehr die leidenschaftliche Leistung seiner Mannschaft.


Auf der Pressekonferenz nach der Begegnung ordnete auch Frankfurts Trainer Adi Hütter die Situation ein. Man könne zwar diskutieren, ob man den Ball zunächst nach hinten spielt, dennoch betonte er, dass keine Unsportlichkeit vorgelegen habe. Er könne zwar den Unmut verstehen, aber dennoch hätten die Freiburger auch die Chance gehabt, die Situation zu verteidigen.

SC Freiburg v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Der zweite Treffer der Frankfurter gab Anlass zu Diskussionen 



Auch die Gegenseite ließ sich auf der Pressekonferenz die Möglichkeit nicht nehmen, ihre Meinung kundzutun. Lars Voßler, der als Vertreter für den angeschlagenen Cheftrainer Christian Streich an diesem Spieltag die Verantwortung für die Freiburger übernommen hatte, zeigte sich dabei aber versöhnlich. "Formal korrekt" wäre es zwar gewesen, den Ball zu den Freiburgern zu werfen, damit sie das Leder wieder an den Torhüter der Frankfurter abgeben können. So sei es nun dazu gekommen, dass die Frankfurter durch Willems und dessen weiten Einwürfe eine echte Waffe einsetzten konnten, dennoch sei die Situation zu verteidigen gewesen. "Ich mache keinen großen Einwurf und es wäre zu einfach, das an dieser Szene festzumachen", so der 42-Jährige.