​Erst diesen Sommer verließ Yoshinori Muto den​ FSV Mainz 05 und wechselte in die Premiere League zu Newcastle United. Dort gab er gegenüber dem Telegraph jetzt zu, dass ihm auch ein Angebot eines Spitzenklubs vorlag. 


Für Mainz konnte Muto in der Bundesliga drei erfolgreiche Jahre verbringen. In 66 Bundesligaspielen erzielte der Japaner 20 Tore und legte weitere zehn Treffer vor. Kein Wunder, dass der 26-Jährige für Newcastle mit einer Ablösesumme von 10,7 Millionen Euro zum teuersten Transfer in diesem Sommer wurde.


Der japanische Nationalspieler hofft, dass er in England auf Anerkennung stoßen wird: "Es ist leicht zu sagen, dass einige (japanische, Anm. d. Redaktion) Spieler körperlich nicht in der Lage sind. Aber es ist unsere Aufgabe, gut zu spielen und uns auf dem Platz zu beweisen. Ich möchte, dass die Leute unsere Spieler sehen und ihre Meinung ändern. Gleichzeitig müssen wir gut genug spielen, um ihre Wahrnehmung zu ändern."

1. FSV Mainz 05 v SV Werder Bremen - Bundesliga

Muto hatte seine erfolgreichsten Jahre bis jetzt bei Mainz 05.


Außerdem beschreibt er auch andere Schwierigkeiten für japanische Spieler in der Premiere League: "Wegen der Visumpflicht ist es für japanische Spieler schwierig, nach England zu kommen, man muss in der Nationalmannschaft spielen. Dies ist eine schwierige Liga für japanische Spieler, auch dies ist eine der Top-Ligen der Welt. Ich möchte zu den Ergebnissen in Newcastle beitragen, damit wir mehr Aufmerksamkeit bekommen."


Doch in Newcastle fühlt sich der Mittelfeldmann wohl, er hat das Gefühl "dass er seine eigenen Fortschritte Schritt für Schritt machen kann". Anders als es vielleicht bei Chelsea gelaufen wäre. 


Die hatten vor ein paar Jahren Interesse an Muto, doch der lehnte damals ab. "Ich war 22, als ich das Angebot von Chelsea erhielt. Damals hatte ich nicht das Gefühl, dass der Manager des Clubs mich wirklich wollte oder brauchte. Ich denke, sie wollten das junge Potenzial der Spieler unterzeichnen und sie dann ausleihen, um ihnen zu helfen, voranzukommen. Anstatt das zu tun, wollte ich in einem Club bleiben, um mich weiterzuentwickeln", begründet der Japaner seine Absage an den englischen Top-Club.


Am Sonntag musste Muto dann mit seinem neuen Verein gegen Chelsea antreten. In den letzten zehn Minuten kam er rein, konnte aber den Sieg der "Blues" nicht mehr verhindern.