​Der 1. FC Köln hat im dritten Ligaspiel seinen zweiten Sieg eingefahren und Erzgebirge Aue vor heimischem Publikum mit 3:1 besiegt. Gegen vor allem in der ersten Halbzeit munter mitspielende Sachsen überzeugten vor allem Jannes Horn und Simon Terodde, die letztlich für den verdienten Dreier sorgten.


Mit Kapitän und Nationalspieler Jonas Hector im defensiven Mittelfeld ließ FC-Coach Markus Anfang Jannes Horn erneut als Linksverteidiger auflaufen. Der ehemalige Wolfsburger zahlte das Vertrauen mit einer vor allem in der Offensive ansprechenden Leistung zurück, bereitete den ersten Treffer von ​Dreifachtorschütze Simon Terodde mit seiner Flanke von der linken Seite mustergültig vor und leitete auch den zweiten Treffer mit einer Hereingabe auf Assistgeber Christian Clemens ein. 


Dementsprechend zufrieden zeigte sich der Linksverteidiger nach Abpfiff und beschrieb seine Qualitäten. "Die Flanken sind eine meiner größten Stärken", so Horn (via geissblog.koeln). "Heute hat es endlich mal geklappt. Der Trainer hatte auch in der Halbzeit noch einmal betont, dass wir über die Außen zu Chancen kommen würden, über Marcel Risse, Christian Clemens oder mich. Das hat sich heute gelohnt, aber es war schwer, geduldig zu bleiben." 


Dass man mit Simon Terodde einen derart kopfballstarken Abschlussstürmer im gegnerischen Strafraum hat, sei natürlich umso besser. "Simon hat einen leichten Lauf. Wenn man ihn an der richtigen Stelle erwischt, dann ist der Ball meistens drin. Ich kannte das bisher nur aus Wolfsburg von Mario Gomez. Wenn man so einen in der Box hat, ist der Ball dann halt drin." 

FC Koeln v FC Erzgebirge Aue - Second Bundesliga

Profitierte von den guten Hereingaben von Teamkollege Horn: FC-Mittelstürmer Simon Terodde


Auch der Matchwinner selbst zeigte sich nach seinem Dreierpack verständlicherweise zufrieden mit dem Auftritt und betonte, in Zukunft vor allem im heimischen RheinEnergie-Stadion vermehrt über die Außenbahn kommen zu müssen. "Unser Plan war, dass wir auch über die Außen kommen. Gerade zuhause müssen die Flanken in den Strafraum fliegen, da muss die Box brennen, müssen die Zuschauer aufstehen. Da kann mann vielleicht sechs, sieben oder acht Flanken verteidigen. Aber die neunte ist dann drin", so Terodde, der eine ähnliche Situation in der 2. Bundesliga wie jetzt in Köln schon mehrfach erlebte. "Ich habe schon in Bochum und Stuttgart bei dominanten Mannschaften in der Zweiten Liga gespielt. Hier spielen wir auch einen Fußball, der mir entgegenkommt. Ich bin vorderster Front dafür da, die Dinger zu machen."


Der ​1. FC Köln steht nach dem Sieg über Erzgebirge Aue punkt- und torgleich mit Auftaktgegner  1. FC Union Berlin an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Am kommenden Spieltag treffen die "Geißböcke" auswärts auf den FC St. Pauli.