​Eintracht Frankfurt ist der erste Schritt zur Rehabilitation unter Adi Hütter gelungen. Nach den peinlichen Auftritten im Supercup gegen den FC Bayern München und im DFB-Pokal gegen Ulm hat die SGE ihren Bundesliga-Auftakt beim ​SC Freiburg mit 2:0 gewonnen. Spieler und Trainer zeigten sich nach der Partie zufrieden, übten sich aber bewusst in Bodenständigkeit.


Als neuer Cheftrainer von Eintracht Frankfurt war Adi Hütter schon vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Freiburg angezählt. Auf eine 5:0-Klatsche im Supercup gegen die Bayern folgte das peinliche Pokalaus in Ulm. Klar war, dass in Freiburg ein Sieg her muss. ​Beim heimstarken Sportclub ließ die SGE zur Freude von Adi Hütter nichts anbrennen.


„Ein leidenschaftlicher, dreckiger Arbeitssieg", sagte Hütter gegenüber der Sportschau. "Die Mannschaft hat hier richtig gefightet und gezeigt, dass sie auf Kritik antworten kann, das macht mich stolz." Und Torschütze Nicolai Müller legte nach: "Wir wussten, dass es nicht passieren durfte, gegen einen Viertligisten im DFB-Pokal auszuscheiden. Deswegen haben wir das aufgearbeitet. Das war auch gut so. Wir haben eine sehr gute Trainingswoche gehabt und wurden dann heute belohnt. Es gibt nichts Besseres als auswärts mit einem Dreier in die Bundesliga zu starten. Wir sind alle überglücklich."

SC Freiburg v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Brachte die Eintracht in Freiburg auf die Siegerspur: Neuzugang Nicolai Müller


In der Bankenmetropole weiß man allerdings auch, dass dies nur der erste Schritt war. "Wir dürfen uns jetzt aber auch nicht zu sehr in den Himmel loben", betonte Hütter daher. "Nach zwei Niederlagen, die schon weh getan haben, so zu antworten, ist entscheidend." Auf dem gelungenen Bundesliga-Auftakt kann man in Frankfurt aufbauen. Dass die Situation vor dem Freiburg-Spiel weit weniger angespannt war, als es den Anschein gemacht hat, machte Sportdirektor Fredi Bobic deutlich.


"Die Panik, die es eher im regionalen Bereich gab, haben wir gar nicht so mitbekommen", sagte er gegenüber der hessenschau. Nun gilt es bei den "Adlern" nicht den Kopf zu verlieren: "Die Mannschaft hat immer fleißig gearbeitet. Was uns gefehlt hat, war das Quäntchen Glück. Für ein Auswärtsspiel war das heute richtig gut. Wir sind zufrieden mit dem Dreier, aber wissen auch, dass noch viel Arbeit vor uns liegt", so Bobic.


"Das ist, was wir alle wollen!"


Nach dem Befreiungsschlag bei durchaus heimstarken Freiburgern überwog im Lager der SGE allerdings die Zufriedenheit - und Erleichterung. "Es ist ein gutes Gefühl, dass wir das Spiel heute gewonnen haben. Die Mannschaft hat gekämpft und daran geglaubt, dass wir hier gewinnen können. Das ist das Wichtigste. Wir gehen mit einer Mentalität auf den Platz, mit dem Willen zu gewinnen. Das ist, was ich von dieser Mannschaft will. Das ist, was wir alle wollen", sagte etwa Gelson Fernandes.


Dass es unter einem neuen Cheftrainer und dem Abgang einiger Leistungsträger in Frankfurt zu Beginn der Saison schwer werden würde, war eigentlich ohnehin klar. Die Niederlage im Supercup und im DFB-Pokal hatte allerdings definitiv ihre Spuren hinterlassen. Den kleinen Fehlstart will man bei der SGE nun zu den Akten legen und am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen an den guten Auftritt in Freiburg anknüpfen.