Beim Bundesliga-Auftaktspiel zwischen dem ​FC Bayern München und der ​TSG 1899 Hoffenheim (3:1) geriet der Fußball in den Hintergrund. Stattdessen wurde die Partie in der Allianz Arena zu einer Posse; auf und abseits des Feldes. Bayerns Geschäftsführer Karl-Heinz Rummenigge konnte sich einen Seitenhieb gegen die Kraichgauer nicht verkneifen.


​Die Partie zwischen dem FC Bayern und der TSG 1899 Hoffenheim am ersten Spieltag war nicht gerade Werbung für den deutschen Fußball. Stattdessen war es ein Spiel, das von Standards und übertriebener Härte lebte und letztendlich vom Versagen des Video Assistant Referee entschieden wurde. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sieht den Grund für den zähen Kick bei dem überharten Spielstil der TSG.


„Speziell in der ersten Halbzeit sind die Hoffenheimer Spieler brutal hart eingestiegen. Thiago, Coman und Franck Ribéry wurden permanent gefoult mit dem Ziel, unseren Spielfluss zu unterbrechen", verkündete Rummenigge auf der Münchner Homepage. Und legte nach: "Das war Fußball in Wild-West-Manier.“ 

FC Bayern Muenchen v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Riss sich gegen Hoffenheim das Syndesmoseband: Kingsley Coman


Die TSG hatte es sich tatsächlich zum Ziel genommen, den Münchnern "auf den Füßen" zu stehen und die Qualität des Deutschen Meisters mit harten Mitteln zu unterbinden. „Wenn dann als Ergebnis der beste Spieler auf dem Platz schwer verletzt ausgewechselt werden muss (Kingsley Coman; Anm.d.Red.), dann kann ich nur sagen: Nicht jedes Mittel wird durch den Zweck geheiligt, mit Mut hat diese übertriebene Härte nichts zu tun", beschwerte sich Rummenigge daher zurecht.


"Hat mit Fair Play nichts mehr zu tun"


Auf Hoffenheimer Seite wollte man nach der Partie lieber über ​das Versagen des Schiedsrichter-Gespanns sprechen und nicht über die "Brutalo"-Manier seiner Spieler. „Man muss mit allen Mitteln spielen. Wir wollten keinen Spieler verletzen", sagte Hoffenheims Cheftrainer Julian Nagelsmann knapp dazu. Und das obwohl die Zahlen eine deutliche Sprache sprechen: 21:2 Fouls aus TSG-Sicht, 4:1 Gelbe Karten und ​ein Syndesmosebandriss bei Kingsley Coman.


„Grundsätzlich finde ich ein selbstbewusstes Auftreten gut", sagte Rummenigge, angesprochen auf die Zielvorgabe der TSG, Deutscher Meister zu werden. "Wenn die Ankündigungen von Hoffenheim-Manager Alexander Rosen und Julian Nagelsmann aber dazu führen, dass eine Mannschaft zum Halali gegen unsere Spieler bläst, so wie das gestern geschehen ist, dann hat das mit Fair Play nichts mehr zu tun.“