Im kleinen Nordderby zwischen dem ​SV Werder Bremen und ​Hannover 96 sorgte vor allem die zweite Halbzeit für Spannung. Ehemaliger Kreisliga-Kicker Hendrick Weydandt und Bremen-Legende Claudio Pizarro stachen dabei heraus.


Beide Trainer ließen ihre Mannschaften nach den Pokalerfolgen unverändert auflaufen.

Bremen: Pavlenka - Augustinsson - Moisander - Veljkovic - Gebre Selassie - Klaasen - Bargfrede - Eggestin - Kainz - Kruse - Osako

Hannover: Esser - Ostrzolek - Wimmer - Anton - Sorg - Schwegler - Walace - Maina - Bebou - Füllkrug - Asano


Die ersten 15 Minuten dominierten die ​Werderaner das Spiel. Meist über die linken Seite starteten sie ihren Angriff. Das Duo rund um Augustinsson und Kruse kamen aber nicht durch die defensiv starke Hannoveraner Mannschaft. In der 24. Minute dann die erste richtige Torchance für Bremen, diese war jedoch ungefährlich.


Dann wuchs der Mut der ​Hannoveraner und sie bestimmten das Spiel größtenteils. In der 27. und 28. Minuten kamen die 96er zu ihren größten Torchancen im gesamtem Spiel, doch Pavlenka hielt den Ball. Insgesamt eine laufstarke und offensive erste Halbzeit. 


Die zweite Halbzeit begann für beide Seiten vielversprechend, doch die Tore blieben zunächst aus. Erst hatte Füllkrug eine vielversprechende Chance auf Seite der 96er und dann Augustinsson auf Seiten der Bremer.


Danach beruhigte sich die Partie wieder. In der 52. Minute musste Kapitän Max Kruse das Feld verlassen, schon zu Beginn der zweiten Halbzeit sah man seine Schwierigkeiten beim Laufen. Ab der 72. Minute mit der Einwechslung von Bremen-Legende Claudio Pizarro nahm das Spiel wieder Fahrt auf. Der 39-Jährige kam in der 71. und in der 76. Minute zu Riesenchancen für seinen neuen, alten Verein. 

Doch dann das Fußballmärchen: Der frisch eingewechselte Hendrick Weydandt, der gerade erst aus der Regionalliga kam, brachte Hannover in Führung. Nach einem klasse Pass von Bebou konnte er den Ball unter Tormann Pavlenka tunneln und das erste Tor der Partie und in seiner Bundesliga-Karriere schießen.


Doch Bremen gab nicht auf, Pizarro schmiss sich vorne rein und gab alles. In der 85. Minute konnte Gebra Selassie den Ausgleichstreffer für Bremen erzielen. Vom Videoschiedsrichter überprüft konnte man nicht erkennen, ob Pizarro den Ball im Abseits annahm - Schiedsrichter Brych ließ den Treffer zählen.


Doch mit einem Ausgleich waren beide Teams nicht zufrieden, weiterhin gaben beide Mannschaften alles und versuchten das Spiel für sich zu entschieden. Aber auch die Last-Minute-Chance der Bremer langte den Werderanern nicht mehr. Letztendlich endetet die Partie mit einem 1:1, das für beide Mannschaften nach einer umkämpften zweiten Hälfte in Ordnung ging.