​Während die meisten anderen Bundesligisten mit einer klaren Hierarchie auf der Torhüterposition in die Vorbereitung auf diese Saison gegangen waren, entfachte Trainer ​Manuel Baum beim ​FC Augsburg vom Start weg einen ​offenen Konkurrenzkampf. Bei dem Duell um die Nummer eins soll sich nun Fabian Giefer knapp gegen Andreas Luthe durchgesetzt haben.


Offiziell wollte Baum auf der Pressekonferenz vor dem Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf noch nichts bestätigen, aber wie die Augsburger Allgemeine in Erfahrung gebracht haben will, fiel die Wahl auf den ehemaligen Torhüter des FC Schalke 04, der sich in der vergangenen Spielzeit noch hinter Marvin Hitz einreihen musste. Der ehemalige Stammtorhüter wechselte im Sommer zu Borussia Dortmund und daher sah Giefer nun seine Zeit gekommen. Dabei machte es ihm sein Kontrahent Andreas Luthe, der bereits seit zwei Jahren bei den Fuggerstädtern ist, das Leben nicht leicht und wollte sich nicht kampflos geschlagen geben.

Sport-Club Freiburg v FC Augsburg - Bundesliga

Andreas Luthe muss sich wohl weiterhin hinten anstellen


Dass sich der Cheftrainer der Augsburger bis kurz vor Bundesligastart nicht festlegen wollte, begründete der 38-Jährige damit, dass er sich dadurch erhoffte, dass beide "bis zum Schluss Vollgas geben". Dabei sollen sich beide Keeper ein Duell auf Augenhöhe geboten haben. "In allen ausschlaggebenden Bereichen nehmen sie sich nicht viel", so der Deutsche. Womöglich hat die größere Erfahrung von Giefer den Ausschlag gegeben, schließlich stand der 28-Jährige  bereits in 42 Bundesligapartien auf dem Rasen, sein drei Jahre älterer Kontrahent hingegen nur bei sieben.


Dennoch unterstrich der Fußballlehrer, dass es nun eine klare Hierarchie geben müsse. "Ich weiß, wie man sich fühlt als Torhüter, wenn es keine Klarheit gibt. Da kann es dann schon sein, dass man im Spiel ins Grübeln kommt, wenn ich einen Fehler mach, dann kommt der andere dran. Das will ich einfach nicht, dem will ich aus dem Weg gehen, indem es eine Eins und Zwei gibt", so der Übungsleiter der in seiner aktiven Karriere selbst das Tor hütete.