FUERTH, GERMANY - AUGUST 20: Head coach Lucien Favre of Borussia Dortmund looks on during the DFB Cup first round match between Greuther Fuerth and Borussia Dortmund at Sportpark Ronhof Thomas Sommer on August 20, 2018 in Fuerth, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

Heimspiel gegen RB Leipzig: Die voraussichtliche Aufstellung von Borussia Dortmund

Die 56. Saison der deutschen Fußball-Bundesliga wurde am gestrigen Freitag mit der Partie zwischen dem FC Bayern München und der TSG Hoffenheim (3:1) eröffnet, doch zum Abschluss erwartet die Fans ein weiteres Highlight: Am morgigen Sonntag (18 Uhr) empfängt Borussia Dortmund im heimischen Signal Iduna Park RB Leipzig


Die Duelle in den vergangenen beiden Jahren waren stets eng, doch von vier Spielen konnte der BVB nur eines für sich entscheiden - am vierten Februar vergangenen Jahres siegte man mit 1:0. In der abgelaufenen Spielzeit gab es eine 2:3-Niederlage sowie ein 1:1-Remis, zum Saison-Auftakt sollen nun drei Punkte her.


Der Vorteil für die Borussia ist die Partie der Leipziger in den Play-offs der Europa League gegen Sorja Luhansk (0:0), dennoch dürfte es eine enge Begegnung werden. Im Folgenden seht ihr eine Möglichkeit, welche Elf Trainer Lucien Favre aufs Feld schicken könnte.

1. Torwart: Roman Bürki

Roman Bürki wird definitiv zwischen den Pfosten stehen, daraus machte Favre kein Geheimnis. Der Trainer erklärte auf der Pressekonferenz, dass der 27-Jährige als Nummer eins in die Saison gehen werde. Somit entschied Bürki den Konkurrenzkampf mit Neuzugang Marwin Hitz für sich, wird allerdings darauf hoffen müssen, in diesem Jahr eine konstantere Saison zu spielen.

2. Abwehr: Lukasz Piszczek

Vor einigen Wochen trat Lukasz Piszczek aus der polnischen Nationalmannschaft zurück, weshalb der Fokus nun voll und ganz auf den BVB liegt. Dort bekam der 33-jährige Routinier im Sommer in Person von Achraf Hakimi neue Konkurrenz, konnte das Rennen zunächst jedoch für sich entscheiden. Bereits im Pokal bei Greuther Fürth stand Piszczek über die vollen 120 Minuten auf dem Platz, auch gegen Leipzig dürfte er nun beginnen.

3. Abwehr: Abdou Diallo

Grundsätzlich dürfte sich in der Abwehr wenig ändern, weshalb auch Abdou Diallo mit hoher Wahrscheinlichkeit beginnen wird. Der Franzose kam für 28 Millionen Euro aus Mainz, entwickelte sich schnell zum Abwehrchef und soll dabei helfen, dass die Mannschaft weniger Gegentore als noch in der letzten Saison kassiert.

4. Abwehr: Manuel Akanji

Ebenfalls im Zentrum befindet sich Manuel Akanji. Der Schweizer kam im Januar vom FC Basel, musste jedoch etwas länger auf eine Chance von Beginn an warten. Zum Ende der abgelaufenen Saison wurde er von Peter Stöger als Linksverteidiger eingesetzt, doch mittlerweile ist klar: Akanji wird in der Innenverteidigung spielen.

5. Abwehr: Marcel Schmelzer

Auf der linken Abwehrseite wird hingegen voraussichtlich Marcel Schmelzer von Anfang an beginnen. Der 30-Jährige verlor im Frühling seinen Stammplatz, wurde von Stöger aussortiert und drohte, auch unter Favre den Anschluss zu verlieren. 


Als Konkurrent gilt Raphael Guerreiro, der nach einem Jahr mit vielen Verletzungen wieder voll angreifen wollte - doch der Portugiese, der seit längerem mit Paris St. Germain in Verbindung gebracht wird, wurde zuletzt kaum berücksichtigt. In Fürth nahm er zunächst auf der Bank Platz und wurde erst in der Verlängerung eingewechselt. Daher dürfte Schmelzer auch am Sonntag wieder beginnen. 

6. Defensives Mittelfeld: Thomas Delaney

Im defensiven Mittelfeld wird voraussichtlich erneut Thomas Delaney starten. Der 20 Millionen Euro teure Neuzugang von Werder Bremen soll die körperliche Note einbringen, die der Mannschaft besonders im letzten Jahr fehlte. Am vergangenen Wochenende stand er bereits in der Startelf, wurde jedoch nach knapp 75 Minuten für Axel Witsel ausgewechselt.

7. Defensives Mittelfeld: Axel Witsel

Der Belgier wird zwar nicht über 90 Minuten spielen können, wie Favre erklärte, doch möglicherweise wird er am ersten Spieltag gleich seinen ersten Startelfeinsatz feiern. Witsel soll ebenfalls durch seine Physis überzeugen, beteiligt sich jedoch hin und wieder an einigen Offensivaktionen. Sein Drang ist dabei jedoch nicht so ausgeprägt wie der von Delaney.


So war der 96-fache belgische Nationalspieler derjenige, der den BVB in Fürth kurz vor Schluss in die Verlängerung rettete und somit den Weg zum Sieg ebnete. Falls es doch noch nicht für die Startelf reichen sollte, rückt möglicherweise erneut Mahmoud Dahoud in die Anfangsformation.

8. Mittelfeld: Christian Pulisic

Mit Sicherheit dabei sein wird auf jeden Fall Christian Pulisic. Auch unter Favre behält der 19-Jährige seinen Stammplatz und soll auf der rechten Außenbahn für Gefahr sorgen. Im Pokal wurde er nach 80 Minuten durch Jadon Sancho ersetzt, der in diesem Jahr vermehrt zum Einsatz kommen soll - doch Pulisic wird er kaum aus der ersten Elf verdrängen können.

9. Mittelfeld: Marco Reus

Ebenso wird Marco Reus gegen Leipzig beginnen, diesmal jedoch voraussichtlich als 'Zehner'. In Fürth begann der neue Mannschaftskapitän in der Sturmspitze, hielt über die volle Distanz durch und erzielte in der 120. Minute den Siegtreffer zum 2:1. Nach sechs Jahren folgte in diesem Sommer die Wiedervereinigung mit Favre, der ihn einst bei Borussia Mönchengladbach förderte und einen großen Anteil daran hat, dass Reus in den vergangenen Jahren einer der besten deutschen Offensivspieler war - wenn der Körper mitgemacht hat.

10. Mittelfeld: Marius Wolf

Auf dem Dortmunder Trainingsgelände gab es am Donnerstag einen kleinen Schreckmoment: Marius Wolf lag verletzt am Boden, krümmte sich vor Schmerz und wurde in der Folge vom Feld abtransportiert. Offenbar zog sich der 23-Jährige eine Knöchelverletzung zu, doch ein Einsatz gegen die Leipziger ist nicht ausgeschlossen.


Sollte der Neuzugang von Eintracht Frankfurt das Abschlusstraining am heutigen Samstag schmerzfrei überstehen, winkt möglicherweise ein erneuter Einsatz in der Startelf. Sollte er ausfallen, rückt möglicherweise Jadon Sancho oder Mario Götze, der dann auf Reus' Position im Zentrum beginnen würde, nach.

11. Angriff: Maximilian Philipp

Dem Vernehmen nach arbeiten die Verantwortlichen derzeit an einer Verpflichtung des Spaniers Paco Alcacer vom FC Barcelona, doch ehe der Transfer unter Dach und Fach ist, wird man auf die interne Lösung zurückgreifen müssen. Diese heißt Maximilian Philipp.


Der 24-Jährige absolvierte schon in der vergangenen Rückrunde einige Partien auf dieser Position, stellte seinen Torriecher unter Beweis und erzielte in seinem ersten Jahr in Schwarz-Gelb neun Tore in 29 Einsätzen. Schon in der Vorbereitung hat er bewiesen, dass er dauerhaft in der Spitze spielen kann, weshalb Favre am Sonntag möglicherweise auf ihn zurückgreifen wird.