Wie sehr Scheichs einen Fußball-Klub beeinflussen können, sieht man anhand von Manchester City. Aus dem ehemals mittelmäßigen Verein wurde durch viel Geld von Besitzer Mansour Bin Zayed Al Nahyan ein mehrfacher Premier-League-Meister. Nun soll sein Cousin, Khalid Bin Zayed Al Nahyan, laut Daily Mail dem FC Liverpool ein Übernahme-Angebot von 2,2 Milliarden Euro hinterlegt haben. Die Fenway Sports Group lehnte jedoch ab.


Die FSG sucht aktiv nach Investoren, um den FC Liverpool finanziell mit großen Klubs wie Manchester City, Real Madrid, Paris-Saint-Germain oder auch Chelsea mithalten zu lassen. Aus diesem Grund ließen die Liverpool-Besitzer das amerikanische Unternehmen Allan & Co. nach Investoren suchen. Dies führte letztendlich zu den Gesprächen mit dem Cousin des Manchester-City-Besitzers.


Khalid Bin Zayed Al Nahyan ist ein Mitglied der Herrscher-Familie der Vereinigten Arabischen Emirate und gehört damit zu einer der reichsten Familien der Welt. Die gebotenen 2,2 Milliarden Euro sind für den Scheich also leicht zu stemmen.

Al Ain v Manchester City

Der Manchester-City-Besitzer Mansour Bin Zayed Al Nahyan



Wegen des amerikanischen Unternehmens soll es scheinbar bereits Ende 2017 Gespräche mit dem Geschäftsführer des Unternehmens von Khalid Bin Zayed Al Nahyan gegeben haben. Laut der Daily Mail vorliegenden Dokumente, sollen sich die Gespräche bis Anfang 2018 gezogen haben. Der Scheich wollte scheinbar auch chinesische Investoren in der Übernahme einbeziehen.

Crystal Palace v Liverpool FC - Premier League

Auch ohne Scheich-Investor: Neuzugang Alisson kostete die Reds 62,5 Millionen Euro



Liverpool selbst bestätigte jedoch, dass die Großinvestoren John W. Henry und Michael Gordon nicht in der Lage gewesen seien, den Scheich im Familiensitz in Abu Dhabi zu treffen. 


Mit dem Ablehnen des Angebots von Scheich Khalid Bin Zayed Al Nahyans verhindert Liverpool zunächst eine weitere Übernahme eines Klubs durch arabische Investoren. Auch eine Familienrivalität der Al Nahyans wurde damit vermieden.