Im Juli erlitt Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos vom Hamburger SV einen Knorpelschaden im Knie, ähnlich wie kurz zuvor Gideon Jung. Der Grieche, der eigentlich hätte wechseln sollen, war somit zu einem Verbleib an der Elbe verdammt - mit bitteren Folgen für den HSV. Die Rothosen müssen wohl auch in den kommenden Wochen das volle Gehalt für den 26-Jährigen zahlen.


Im Normalfall müssen Vereine verletzten Spielern nur in den ersten sechs Wochen das volle Gehalt auszahlen, danach übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten - zumindest zu einem gewissen Prozentsatz.


Doch offenbar fügten die Verantwortlichen des HSV eine Klausel in den bis 2020 datierten Vertrag ein, der diese Zeit verlängert, berichtet die Bild. Demnach habe man Papadopoulos, der im Januar 2017 von Bayer Leverkusen verliehen und nach dem Klassenerhalt für 6,5 Millionen Euro fest verpflichtet wurde, zugesichert, das volle Gehalt bei einer Verletzung nicht nur sechs, sondern zwölf Wochen lang auszuzahlen.


Somit kassiert der Abwehrspieler laut Bild-Rechnungen bis zum 18. Oktober satte 625.000 Euro. Zum Vergleich: Beim üblichen Verhältnis beläuft sich die Summe auf 312.500 Euro. Ohnehin bezieht der Grieche offenbar ein Jahresgehalt von 2,5 Millionen Euro - relativ üppig für die Zweite Liga.

Dabei hätte Papadopoulos im Sommer eigentlich verkauft werden sollen, doch neben mangelnden Interessenten durchkreuzte auch dessen gravierende Knieverletzung diese Pläne. Mit einer Rückkehr ist erst im Frühjahr zu rechnen - und dass sich im Winter-Transferfenster ein passender Abnehmer findet, scheint aufgrund der langen Ausfallzeit und daher mangelnden Fitness und Spielpraxis unwahrscheinlich. Demnach hat die Verletzung aus finanzieller Sicht gravierende Folgen - zumindest für den Verein.