BIELEFELD, GERMANY - JULY 27: Head coach Florian Kohfeldt of Werder Bremen gestures during the Friendly match between Arminia Bielefeld and SV Werder Bremen at SchücoArena on July 27, 2018 in Bielefeld, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

"Wollen das alle gemeinsam" - Werder-Coach Kohfeldt vor dem Bundesliga-Start

Die neue Saison 2018/19 steht an - und für diese hat sich der SV Werder Bremen hohe Ziele gesteckt. Nachdem es in den vergangenen Jahren primär um den Klassenerhalt ging, wollen Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann hoch hinaus und peilen dafür einen Platz im oberen Tabellendrittel an.


Die erste der 34 Hürden auf diesem Weg stellt dabei Hannover 96. Die Niedersachsen wollen nach einem soliden ersten Jahr erneut die Klasse halten, dürften sich aber als unangenehmer Gegner herausstellen. Die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz am Donnerstag von Werder Bremen:

1. Das Saisonziel

Nach dem Abstiegskampf in den vergangenen Jahren soll es an der Weser wieder nach oben gehen, was kurzum heißt: Werder will sich für den Europapokal qualifizieren.


"Das ist ein ambitioniertes Saisonziel, aber die letzten Monate unter Florian Kohfeldt haben gezeigt, dass es realistisch ist", erklärte Frank Baumann. "Wir haben auch viel mit der Mannschaft und einzelnen Spielern über das Ziel gesprochen. Wir wollen das alle gemeinsam. Wir müssen da sein, wenn andere Teams schwächeln." Doch dafür müsse man "diesen unbedingten Willen" haben und "niemals zufrieden sein."


"Es ist ein Erreichungsziel, an dem wir uns immer wieder orientieren wollen", so Kohfeldt, der damit vor allem eines erreichen will: "Wir haben in den letzten Jahren immer eher 'weiche' Ziele gesteckt, aber nichts, woran wir uns immer wieder hochziehen konnten und unter 

denen schnell eine gewisse Zufriedenheit im Verein entstanden ist. Das wird jetzt anders sein." 


Auch Routinier Philipp Bargfrede weiß um die Schwierigkeit, nach Europa einzuziehen, doch: "Nur, wenn wir uns als Mannschaft bewusst solche hohen Ziele stecken, können wir diese auch erreichen. International zu spielen ist immer etwas schönes und ich glaube, auch das Umfeld hier in Bremen und unsere Fans sehnen sich danach." Am wichtigsten sei es jedoch, gut in die Saison zu kommen: "Wichtig ist, dass wir einen guten Start in die Saison erwischen. In den letzten Jahren haben wir viele Punkte erst in der Rückrunde geholt."

2. Die Vorfreude auf die kommende Partie

"Wir sind optimal vorbereitet und freuen uns sehr auf den Start. Wir werden es besser machen, als in den letzten Jahren", ließ Bargfrede verkünden. Und auch Kohfeldt sah sehr gute Wochen seiner Spieler: "Ich habe keine Trainingseinheit erlebt, in der nicht voll mitgezogen wurde. Die Mannschaft ist hoch motiviert und zeigt das auch."


Doch nach all den Wochen der Vorbereitung steht nun das erste Ligaspiel auf dem Programm - endlich: "Die Vorfreude ist riesig. Auf den Wettkampf, auf das Weser-Stadion. Wir freuen uns jetzt schon darauf, am Samstag zum Stadion zu fahren, die Fans zu sehen, die Rampe zum Stadion herunterzufahren. Unsere Fans haben ein sehr feines Gefühl, in welchen Momenten sie uns im Spiel helfen. Wir müssen unsere Emotionen aber in die richtigen Bahnen lenken."


Allerdings warnte der 35-Jährige vor dem kommenden Gegner aus Hannover: "Hannover 96 wird eine sehr gut abgestimmte Startelf aufbieten. Sie haben eine gute Kompaktheit und einstudierte Laufwege in der Offensive. Wir brauchen eine hohe Präzision, um am Samstag erfolgreich zu sein." Auch habe man den Fokus auf die Standards der Niedersachsen gelegt: "Wichtig ist vor allem Aufmerksamkeit und Konzentration."

3. Das Personal-Update

Zuletzt fehlten den Bremern Kevin Möhwald und Martin Harnik, nach der Verletzung im Pokalspiel gegen Wormatia Worms gesellte sich auch Nachwuchstalent Ole Käuper zum Lazarett. "Kevin Möhwald ist wieder dabei. Bei Martin Harnik wird es knapp. Ole Käuper fällt aus", so die klare Ansage des Trainers.


Wie die letztliche Aufstellung aussieht, ließ Kohfeldt derweil offen: "Es gibt die Option, Bargfrede nach hinten zu ziehen. Das muss aber nicht zwangsläufig so sein." Neuzugang Felix Beijmo dürfte allerdings kaum zur ersten Elf gehören: "Er bekommt die Zeit, die er braucht. Wir sind aber überzeugt, dass er seinen Weg bei uns gehen wird."