​Im März dieses Jahres überraschten die Offiziellen von ​Borussia Dortmund die Öffentlichkeit durch die Bekanntgabe, dass man für die kommende Saison mit Matthias Sammer einen Berater für sportliche Fragen ins Team zurückholen wird. Da mit Sebastian Kehl zudem jedoch ein neuer Leiter der Lizenzspielerabteilung präsentiert wurde, ist die neue Rolle des ehemaligen Trainers der Schwarz-Gelben vielen Beobachtern noch nicht ganz klar. So zeigte sich nun auch die BVB-Legende Ottmar Hitzfeld in einem Interview kritisch und mahnte seinen Ex-Klub zur Vorsicht.


​Insbesondere da mit Hans-Joachim Watzke, ​Michael Zorc und auch dem neuen Trainer ​Lucien Favre gleich mehrere meinungsstarke Fachmänner im Verein vertreten sind, warnt die Trainerlegende die Schwarz-Gelben in einem Gespräch mit dem Sportbuzzer vor einem Kompetenzgerangel. "Ich bin der Meinung, dass nicht zu viele Leute mitreden sollten. Zu viele Meinungen sind nicht hilfreich", so der 69-Jährige.

Der ehemalige Trainer der Schweizer Nationalmannschaft geht davon aus, dass der noch vor kurzem selbst als Spieler aktive Sebastian Kehl "sicher nah bei der Mannschaft" sein werde und Michael Zorc weiterhin "der wichtigste Ansprechpartner" für Cheftrainer Lucien Favre bleiben wird.


Wo die Kompetenz von Matthias Sammer hier noch Platz finden soll, erschließt sich dem Champions-League-Sieger von 1997 nicht. "Die Rolle von Matthias Sammer kann ich nicht einschätzen, er soll ja offenbar beratend tätig sein. Matthias ist ein absoluter Experte, aber wen oder was er genau beraten soll, ist mir nicht so richtig klar. Am Ende müssen ohnehin die Leute vor Ort den Kopf hinhalten", so Hitzfeld.


Ob sich die Bosse des BVB durch die Rückholaktion von Sammer einen Gefallen getan, oder sich am Ende selbst ein Ei gelegt haben, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Dass der Meistertrainer von 2002 aber für seine neue Aufgabe brennen wird, darauf kann man sich bei dem ehrgeizigen Fußballfanatiker mit Sicherheit verlassen.