Ein möglicher Abgang von Jerome Boateng zu Paris St. Germain ist weiterhin das vorherrschende Thema beim FC Bayern München - obwohl man eigentlich davon ausgegangen war, dass wieder Ruhe eingekehrt ist. Allerdings seien beide Klubs noch immer in Gesprächen, wie der kicker meldet.


Demnach gehe es vor allem um den finanziellen Aspekt. Hintergrund: PSG verpflichtete erst kürzlich ​Thilo Kehrer vom FC Schalke 04 für 37 Millionen Euro, womit ein Transfer von Jerome Boateng ​nahezu ausgeschlossen schien. Für den 29-Jährigen verlangte der FC Bayern dem Vernehmen nach zu diesem Zeitpunkt 50 Millionen Euro - gepaart mit den Gehaltsvorstellungen des Spielers eine kostspielige Angelegenheit für die Pariser, die stets unter Beobachtung des Financial Fair Plays stehen.

FC Bayern Muenchen v VfB Stuttgart - Bundesliga

  Befeuerte die bereits beendeten Spekulationen erneut: Uli Hoeneß


Doch nachdem sich die Anzeichen immer weiter verdichteten, dass Boateng mindestens bis zum kommenden Sommer an der Säbener Straße bleibt, ​heizte Präsident Uli Hoeneß die Spekulationen noch einmal an: "Jerome Boateng hat Karl-Heinz Rummenigge mitgeteilt, dass er sich verändern möchte. Es gilt das Gleiche wie bei Rudy: Wenn Paris entsprechend bezahlt, darf er gehen", so der 66-Jährige in der Sky-Sendung 'Wontorra - der Fußball-Talk'.


Demnach sei es eine 50:50-Entscheidung, ob der Innenverteidiger bleiben oder wechseln wird, entschieden ist noch nichts. Stattdessen verhandeln die Klubs weiter: Wie der kicker meldet, haben die Münchner offenbar ihre Forderungen gesenkt. Demnach verlange man nicht mehr 50 beziehungsweise 60 Millionen Euro, sondern eine Summe zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Sollte PSG gewillt sein, Boateng zu verpflichten und zudem die nötigen finanziellen Mittel besitzen, könnte der Weltmeister also doch noch in diesem Jahr gehen.

Ebenso scheint laut Hoeneß auch ein Leihgeschäft denkbar, allerdings nur "mit einer definitiven Kaufpflicht", wie es beispielsweise beim Transfer von Kylian Mbappé der Fall war. Der 19-Jährige wurde im vergangenen Sommer zunächst für ein Jahr an die Seine verliehen und in der laufenden Transferperiode für 135 Millionen Euro fest verpflichtet.