DROCHTERSEN, GERMANY - AUGUST 18: Head coach Niko Kovac of Bayern Muenchen looks on during the DFB Cup first round match between SV Drochtersen-Assel and Bayern Muenchen at Kehdinger Stadion on August 18, 2018 in Drochtersen, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

FC Bayern: Die offenen Personalfragen vor dem Ligaauftakt

Am Freitag eröffnet der FC Bayern München im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim die Bundesliga-Saison 2018/19 - und trifft dabei auf einen hochmotivierten Gegner aus dem Kraichgau. 


Auf Seiten der Hoffenheimer hat Trainer Julian Nagelsmann mit einigen Personalsorgen zu kämpfen, doch auch Niko Kovac stehen noch nicht alle Spieler zur Verfügung, zumal sich der 46-Jährige auch auf der einen oder anderen Position auf einen Spieler festlegen muss, während der Konkurrent lediglich auf der Bank Platz nehmen wird. Im Folgenden klären wir daher die Personalfragen, die derzeit noch an der Säbener Straße offen sind.

1. Süle oder Boateng?

Nachdem die Spekulationen um einen Transfer von Jerome Boateng mittlerweile verflogen sind, stellt sich die Frage, ob der 29-Jährige in der neuen Saison wieder einen Stammplatz hat oder gar weichen muss. Denn wie berichtet wurde, soll Konkurrent Niklas Süle mittlerweile die Nase vorn haben und ohnehin als neuer Abwehrchef gelten, was vor allem mittelfristig eine nicht unwichtige Entscheidung ist.


Doch Süle musste beim Pokalspiel gegen Drochtersen/Assel auf die Bank weichen, vielmehr erhielten Boateng und Nationalmannschaftskollege Mats Hummels den Vorzug. Dabei stand der 22-Jährige noch eine Woche zuvor im Supercup in der Startelf - da Boateng verletzungsbedingt gar nicht erst im Kader war. 


Daher ist offen, wer von beiden am Freitag von Anfang an beginnen wird. Süle wechselte vor einem Jahr aus Hoffenheim nach München, spielte trotz einiger Wackler eine sehr gute Saison und ließ kritische Stimmen verstummen. Dennoch ist es eine 50:50-Entscheidung, ob er auch in diesem Jahr wieder regelmäßig von Anfang an spielen wird.

2. Alaba oder Rafinha?

Im Supercup bei Eintracht Frankfurt musste David Alaba nach einem Zweikampf mit Danny da Costa kurz vor Schluss verletzungsbedingt vom Feld. Nach schlimmen Befürchtungen stellte sich lediglich heraus, dass der Österreicher eine schwere Prellung mit Einblutung im Knie erlitt - das Pokalspiel war somit kein Thema.


Fraglich ist auch, ob er bis Freitag fit wird. Der Linksverteidiger kehrte vor zwei Tagen ins Mannschaftstraining zurück, ein Einsatz ist daher nicht ausgeschlossen. Doch aufgrund der Sprunggelenksprobleme von Juan Bernat müsste zur Not Rafinha aushelfen. Der Brasilianer ist ein solider Außenverteidiger und seit Jahren ein zuverlässiger Backup, weshalb er immer zur Stelle ist, wenn er gebraucht wird. Daher wird er seine Chance wittern, falls Alaba ausfallen sollte.

3. Ribery oder Coman?

Während auf dem rechten Flügel aller Voraussicht nach Arjen Robben von Anfang an beginnen wird, stellt sich auf der gegenüberliegenden Seite die Frage, wer sich durchsetzen wird: Franck Ribery oder Kingsley Coman?


Routinier Ribery stand gegen Drochtersen/Assel in der Startelf, lieferte gemeinsam mit dem Rest der Mannschaft jedoch keine gute Partie ab. Auch Coman wusste nach seiner Einwechslung nicht so recht zu überzeugen, weshalb das Rennen weiterhin eng sein dürfte.


Zwar ist Coman einen Ticken schneller und aufgrund des jüngeren Alters wendiger, doch Ribery gibt sich weiterhin extrem ehrgeizig, versprüht noch immer Spielwitz und stellte während der Vorbereitung klar, dass er seinen Vertrag nicht verlängert hat, um die Saison gänzlich auf der Bank zu verbringen. Daher ist noch offen, wer von ihnen das Rennen machen wird. 

4. Werden James und Gnabry rechtzeitig fit?

Fragezeichen herrschen derweil bei James Rodriguez und Serge Gnabry. Der Kolumbianer hatte zuletzt mit einigen Problemen am Sprunggelenk zu kämpfen, weshalb die Partie im DFB-Pokal noch zu früh kam. Auch Gnabry musste gegen Drochtersen/Assel passen, stieg jedoch vor wenigen Tagen wieder ins Lauftraining ein und ist daher auf dem Weg der Besserung.


Allen voran James ist ein elementarer Bestandteil im Offensivspiel des FC Bayern, doch auch Gnabry konnte überzeugen - nicht zuletzt dank seiner Variabilität. Beide sollen in dieser Saison ein wichtiger Baustein werden, weshalb eine fixe Genesung wichtig ist. Doch ob beide am Freitag im Kader oder auf dem Platz stehen werden, ist noch offen.