Dass Ivan Rakitić vor allem in ​Frankreich heiß begehrt ist, ist kein Geheimnis mehr. Fraglich war bisher nur, wie der Mittelfeldspieler selbst auf das lukrative Angebot reagiert und wie auch der FC Barcelona mit der Offerte umgeht. Die spanische Zeitung Mundo Deportivo liefert diesbezüglich Antworten.


Paris Saint-Germain gilt als erster Interessent, wenn es um die Dienste des 30-jährigen WM-Finalisten geht. Nach dem Angebot aus Paris hat Rakitic offenbar ambivalente Gefühle: einerseits will er dem ​FC Barcelona erhalten bleiben, da er sich in der Mannschaft wohl fühlt und das komplette Vertrauen von Trainer Ernesto Valverde genießt. Ebenfalls soll er der Meinung sein, dass sich der Erfolgszyklus des Klubs nach den jüngsten Neuverpflichtungen in Bälde fortsetzen wird. Auch seine Familie ist in Barcelona heimisch geworden.


Nach dem lukrativen Angebot der Pariser Verantwortlichen erhoffe er sich allerdings eine entsprechende Reaktion seines derzeitigen Arbeitgebers. Da das Gehalt als Spieler von Thomas Tuchel deutlich höher wäre, als sein aktuelles Salär in Barcelona, hoffte der Kroate auf eine finanzielle Geste des FC Barcelona, sprich auf eine Gehaltserhöhung. Da die letzten Vertragsverhandlungen erst im vergangenen Jahr stattfanden, plant der amtierende spanische Meister und Pokalsieger allerdings keine Anpassungen des Gehalts. 


Sollte PSG den Kroaten also tatsächlich verpflichten wollen, müsste die Ausstiegsklausel in Höhe von 125 Millionen Euro gezogen werden, damit der Mittelfeldspieler den Klub verlassen kann. Aufgrund der bisherigen Ausgaben von PSG und der Auflagen des Financial Fair Play ist ein solches Vorgehen der Pariser derzeit allerdings nahezu ausgeschlossen.

Am gestrigen Dienstag bekannte sich Rakitić mit einem "Força Barça" via Instagram zum Klub, doch die spanische Zeitung zweifelt daran, dass sich die Moral des Profis durch das Verhalten des FC Barcelona verbessert hat und sieht bis Ende der Transferperiode noch Potenzial für Veränderungen.