In diesem Sommer wechselte Leonardo Bittencourt zur TSG Hoffenheim. Drei Jahre spielte er zuvor für den 1. FC Köln. Der Wegzug aus der Domstadt war für den Halb-Brasilianer keineswegs einfach.


Während Führungsspieler wie Timo Horn oder Jonas Hector ihre Verträge nach dem Abstieg in die Zweite Bundesliga vorzeitig verlängerten, kehrte Leonardo Bittencourt dem 1. FC Köln den Rücken. Immerhin sechs Millionen Euro Ablöse brachte er dem FC ​mit seinem Wechsel zur TSG Hoffenheim ein.


Einfach machte es sich der Flügelstürmer aber nicht, die Domstadt nach drei Jahren zu verlassen. „Es fiel mir sehr schwer, ich habe lange darüber nachgedacht“, erklärt Bittencourt gegenüber der Sport Bild. „Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt, das weiß jeder. Aber ich habe nur diese eine Karriere, und ich weiß, dass ich danach immer noch 40, 50 Jahre in Köln leben kann.“

Mit seiner jungen Familie hat der 24-Jährige ein Haus in Köln erstanden, in das er früher oder später zurückkehren wird. Bittencourt: „Und wenn ich da eines Tages sitze, möchte ich sagen können: Ich habe alles rausgeholt und sogar bestenfalls alles gespielt, was ein Fußballer spielen kann.“


Champions League spielte beim Wechsel keine Rolle


In Hoffenheim sind die Fußstapfen, in die Bittencourt treten soll, nicht gerade leicht zu füllen. Nach dem Abgang von Serge Gnabry zum FC Bayern (war zuvor für eine Saison ausgeliehen) soll der gebürtigen Leipziger zukünftig auf den Außenbahnen für Furore sorgen. Mit 1899 spielt er erstmals in seiner Karriere in der Champions League.


Die Prämisse Königsklasse soll bei seinem Wechsel in den Kraichgau aber keine Rolle gespielt haben. „Weil ich schon vor dem letzten Spiel, also bevor die Jungs die Qualifikation perfekt gemacht haben, zugesagt hatte. Es war das Gesamtpaket Hoffenheim, das perfekt gepasst hat“, sagt der Offensivspieler. Bittencourts Debüt für Hoffenheim glückte: Beim 1. FC Kaiserslautern in ​DFB-Pokalrunde eins gab es einen 6:1-Sieg.