Nachdem die 'Königlichen' das Finale des europäischen Supercups gegen Atlético Madrid ​mit 2:4 verloren, gab es am vergangenen Sonntagabend das erste Erfolgserlebnis der noch jungen Saison zu verzeichnen: mit 2:0 besiegte man den Stadtrivalen Getafe. Zwischen den Pfosten stand dabei statt Thibaut Courtois wie schon im Supercup Keylor Navas und dem Vernehmen nach scheint sich daran auch vorerst nichts zu ändern.


Es ist eine seltsame Situation, die sich in diesen Tagen in der spanischen Hauptstadt ergibt. Denn Julen Lopetegui kann sich nicht nur zwischen zwei, sondern gleich zwischen fünf Torhütern entscheiden. Das Transferfenster ist noch bis zum 31. August geöffnet, doch bisher macht man in Madrid keine Anstalten, sich von einem Torhüter zu trennen. Neben Keylor Navas und Thibaut Courtois stehen nämlich nach wie vor Kiko Casilla, Luca Zidane und Andrij Lunin unter Vertrag. 


Vor rund zwei Monaten war der Wechsel des zuletzt genannten 19-jährigen Ukrainers verkündet worden, der etwa 8,5 Millionen Euro gekostet haben soll und das Talent zum ersten Ukrainer bei Real Madrid machte. Nun ist er nur einer von vielen, der auf Spielpraxis in dieser Saison hofft. Wer nun aber glaubt, diese Situation stellt für den Trainer eine Belastung oder eine Qual dar, der hat die Rechnung ohne Julen Lopetegui gemacht.

Real Madrid CF v Getafe CF - La Liga

Muss sich vorerst mit einem Bankplatz zufrieden geben: Thibaut Courtois


Der Zidane-Nachfolger äußerte sich auf einer Pressekonferenz zur Situation rund um die Torhüter und der spanische Radiosender Cadena Cope veröffentliche nun dessen Aussagen. Letzten Endes könnten nur drei Torhüter im Kader stehen, doch man sei "froh über den Wettbewerb", so die Worte des 51-Jährigen. Es sei "kein Problem", denn dadurch würden sich verschiedene Lösungen anbieten. "Ich treffe die Entscheidungen auf Basis dessen, was ich sehe."


Was der ehemalige spanische Nationaltrainer sieht, scheint derzeit für Keylor Navas zu sprechen. Der Südamerikaner war in den letzten zwei Partien gesetzt und wird es vorerst wohl auch weiter sein. Der belgische Neuzugang vom FC Chelsea wird in den kommenden Wochen ohnehin seinen Trainingsrückstand aufholen müssen. Endgültig geklärt ist die Torhüter-Frage in der spanischen Hauptstadt aber noch lang nicht.