​Hertha BSC Berlin hat die erste Runde des DFB-Pokals überstanden. Der Hauptstadt-Klub setzte sich knapp mit 2:1 gegen den Drittligisten Eintracht Braunschweig durch, musste phasenweise jedoch um das Weiterkommen zittern.



Eintracht Braunschweig - Hertha BSC 1:2 (0:1)
Tore: 0:1 Marvin Plattenhardt, 1:1 Mergim Fejzullahu, 1:2 Vedad Ibisevic 



​Die Hertha aus Berlin setzte gegen den Drittligisten aus Braunschweig auf Altbewährtes und startete ohne einen einzigen Neuzugang in die Partie. So saßen Klünter und Köpke von Beginn nur auf der Bank, der erst kurzfristig von Liverpool ausgeliehene Marko Grujic stand gar nicht erst im Kader. 


Bei den Braunschweigern dagegen stellte Trainer Henrik Pedersen im Vergleich zum 3:3 gegen Wehen Wiesbaden auf zwei Positionen um. Für Tingager (Aufbautraining) und Fürstner (Gelb-Rot-Sperre aus der Vorsaison) begannen Burmeister und Putaro.


Kurz nach Anpfiff musste das Spiel erst einmal wieder unterbrochen werden. Im Berliner Block wurde Pyrotechnik gezündet (2.). Nachdem der Rauch verflogen war, konnte weiter gespielt werden.


Beide Teams starteten etwas behäbig in die Partie. Berlin versuchte, Struktur ins eigene Spiel zu bringen und den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen zu lassen. Die Braunschweiger auf der anderen Seiten taten es den Berlinern gleich und verteidigten kompakt. So konzentrierte sich das Spiel die ersten zwanzig Minuten aufs Mittelfeld. 


Das erste Mal für Torgefahr sorgten dann die Gastgeber aus Braunschweig:  Jonas Thorsen kam aus der Distanz frei zum Abschluss, setzte das Leder aber knapp einen halben Meter flach links neben den Kasten (21.)


Auf den ersten Berliner Torschuss mussten die Fans aus der Hauptstadt zunächst noch warten. Rund zehn Minuten später war es dann allerdings so weit. Kalou bediente den auf der rechten Außenbahn mitgelaufenen Lazaro, der den Ball scharf vor den Braunschweiger Kasten flankte. Ibisevic setzte den Ball allerdings Haarscharf per Kopf über das Tor (31.).


Berlin wurde nun etwas druckvoller und nur einige Minuten nach der Möglichkeit durch Ibisevic durften die Berliner Anhänger dann das erste Mal jubeln. Lazaros Freistoß wurde von Keeper Engelhardt aus dem Strafraum gefaustet, flog im hohen Bogen in Richtung Marvin Plattenhardt, der den Ball aus gut 25 Metern mit vollem Risiko volley ins rechte Eck hämmerte (38.). Traumtor! 


Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel und so ging der Favorit mit einem 1:0 in die Pause. Anschließend kamen beide Teams unverändert aus den Katakomben.


Die erste Großchance hatten dann die "Löwen" wenige Minuten nach Wiederanpfiff. Amundsen flankte den Ball gefühlvoll an den zweiten Pfosten, perfekt auf den Kopf von Hofmann, der jedoch Abwehrspieler Torunarigha anköpfte (51.).


Die Partie nahm dann phasenweise etwas mehr Fahrt auf mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Einen Freistoß von Bulut konnte Hertha-Keeper Jarstein jedoch stark abwehren (63.).


Nachdem beide Teams kurzzeitig mehr Tempo ins Spiel brachten, verflachte es dann wieder. Beide Trainer reagierten und brachten jeweils einen frischen Mann ins Spiel. Bei Braunschweig musste Kijewski das Feld verlassen, der von Canbaz ersetzt wurde. Berlin-Coach Pal Dardai brachte Jastrzembski für den glücklosen Salomon Kalou (75).


So schleppte sich das Spiel in die letzten zehn Minuten. Die allerdings hatten es in sich. Braunschweig leitete einen Angriff über die rechte Seite ein, an dessen Ende Sauerland den Ball in die Mitte zum ebenfalls erst wenige Minuten zuvor eingewechselten Fejzullahu querlegte. Der ließ Rekik gekonnt ins Leere grätschen und vollendete mit Links zum 1:1 (81.).


Die Freude über den Ausgleich war jedoch nicht von langer Dauer. Die Berliner setzten umgehend zum Gegenschlag an gingen prompt erneut in Führung. Duda chipte den Ball traumhaft in den Strafraum in den Lauf von Jastrzembski, welcher die Kugel direkt quer legte auf Ibisevic, der es gerade so schaffte, das Spielgerät am Braunschweiger Keeper vorbeizuspitzeln (83.).


Kurz vor Schluss wurde es dann nochmal kurios. Köpke köpfte den Ball gefährlich in Richtung eigenes Tor. Keeper Jarstein konnte jedoch knapp vor der Linie klären (93.).

​Daraufhin war Schluss im Eintracht-Stadion und die Berliner setzten sich in einer Partie, die hauptsächlich von der Spannung lebte, schlussendlich mit 2:1 gegen einen engagierten Gegner aus Braunschweig durch.