Der amtierende DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt um Neu-Coach Adi Hütter steht nach der Supercup-Klatsche gegen den FC Bayern München und dem Erstundenaus im Pokal gegen den SSV Ulm 1846 bereits vor dem Ligaauftakt am kommenden Wochenende unter Druck. Nach der erfolgreichen Vorsaison droht nun der Fehlstart. Neben den verlorenen ersten beiden Spielen sorgte zuletzt auch die neu eröffnete "Trainingsgruppe 2" für Gesprächs- und Diskussionsstoff in den Medien. SGE-Sportdirektor Bruno Hübner spielt die Thematik nun aber herunter und rechtfertigte die neue Trainingsmaßnahme. 


Wie der Sportdirektor der ​Hessen gegenüber der hessenschau erklärte, wolle er die neue Trainingsgruppe keineswegs als "​Trainingsgruppe 2" sehen. Vielmehr sei es eine zusätzliche erste Trainingsgruppe, um allen Spielern ein qualitativ hochwertiges Training zu ermöglichen. "Wir sprechen nicht von Trainingsgruppe eins und zwei. Das haben wir bewusst gemacht, weil das auch Spieler sind, die eine hohe Qualität haben. Wenn man effektiv arbeiten will, dann geht das nur mit einer kleinen oder gewissen Anzahl an Spielern", so Hübner. Auch der neue Cheftrainer Adi Hütter hatte zuletzt erklärt, dass die Einteilung der Spieler in verschiedene Gruppen nichts mit ihren Fähigkeiten zu tun habe. 

Ohnehin sei die Maßnahme laut Aussage des Sportdirektors längst kein Einzelfall, auch andere Bundesligisten haben in der Vergangenheit ähnlich gearbeitet. "Wir haben jetzt einfach ein paar mehr, das ist aber auch kein Phänomen nur von Eintracht Frankfurt. Das hatte auch Augsburg letztes Jahr und einige andere. Deswegen haben wir die Entscheidung getroffen, eine zusätzliche Gruppe zu bilden, um einfach qualitativ ein gutes Training abbilden zu können. Ich glaube, es ist schöner, wenn du 4 gegen 4 mit zwei Torhütern spielst, anstatt das Abschlussspiel 11 gegen 11 zu haben und du läufst dann um die Plätze." 


Auch wenn die Methode zumindest medial kritisch gesehen wird, berichtete der 57-Jährige von einer positiven Resonanz innerhalb der Mannschaft. "Ich glaube, dass es für alle Beteiligten eine gute Geschichte ist und es wird auch positiv von den Spielern angenommen. Wir haben einen Kader, der groß ist und der wird professionell betreut."

​​Für Eintracht Frankfurt beginnt die Bundesligasaison am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg. Mit einem Sieg gegen die Mannschaft von Trainer Christian Streich will man den drohenden Fehlstart verhindern und endlich mit einem Erfolgserlebnis in den zwingend erforderlichen Umbruch starten.