​Hugo Almeida spielte fünf Jahre lang für ​Werder Bremen, war lange Zeit portugiesischer Nationalspieler und konnte in der Offensive mit Cristiano Ronaldo dort für Angriffslust sorgen. Doch Almeida war zuletzt vor allem eines: Ein Wandervogel - das macht der 34 Jahre alte Stürmer aktuell. 


Aus der Jugend des ehemaligen portugiesischen Topklubs FC Porto kommend, wechselte Almeida zunächst 2006 per Leihe zu den Grün-Weißen an die Weser. Nach einer akzeptablen Saison verpflichtete der SVW ihn fest und ließ ihn auch erst einmal nicht gehen. Almeida überzeugte bei Werder und schoss regelmäßig Tore im zweistelligen Bereich für die Hanseaten - pro Saison. Nach einer persönlich starken Hinrunde im Jahr 2010 (13 Spiele, neun Tore) verließ Almeida den SV Werder überraschend in Richtung Türkei. 

Trotz der starken Statistiken kassierten die Bremer nur zwei Millionen Euro für den Spieler, der in der Zwischenzeit in 57 Portugal-Spielen 19-mal traf. Ein Fehler der Bremer - und vor allem ein Fehler Almeidas. Almeida wollte endlich Stammspieler sein und nicht im Schatten von Größen wie Claudio Pizarro und auch Markus Rosenberg stehen. Auch seine Zeit bei Besiktas verlief gut (er war Stammspieler und geschätztes Kadermitglied) - doch dann nahm das Unheil seinen Lauf: Almeida wurde zum Wanderpokal Europas.


In vier Jahren spielte er zuletzt bei acht verschiedenen Klubs (unter anderem auch Hannover 96 von Januar bis Juni 2016) - nie konnte sich der Stürmer irgendwo etablieren - und kickt nun in der zweiten portugiesischen Liga bei Academica Coimbra. 

Eintracht Frankfurt v Hannover 96 - Bundesliga

Lief auch für 96 auf: Hugo Almeida


Das vermutliche Ende einer Karriere, die so viel Potenzial zu mehr hatte. Almeidas Weggang von Werder war vermutlich der entscheidende Knackpunkt in seiner Vita. In Deutschland wurde der Linksfuß geschätzt und war für seinen harten Schuss bekannt. Bei Almeida passt das Sprichwort "am Ende ist man immer schlauer" und dennoch kann Almeida auf eine große Karriere zurückblicken - mit vielen Toren - bei zwölf Klubs.