Uli Hoeneß war am Sonntagmorgen bei Sky in der Sendung "Wontorra - der Fußball-Talk" zu Gast. Der Bayern-Präsident wurde unter anderem zu Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann befragt, die in der letzten Saison als Nachfolger von Jupp Heynckes gehandelt wurden. Während Tuchel angeblich nicht Bayerns Wunschkandidat war, soll man über Nagelsmann gar nicht erst nachgedacht haben.


"Thomas Tuchel hat uns nicht abgesagt. Er wollte nicht mehr warten und hatte Angst, dass er das Angebot aus Paris verliert. Das kann ich verstehen, aber ich möchte betonen: Er war definitiv nicht unsere erste Wahl", sagte Hoeneß (via Lattenkreuz). Tuchel hatte nach seinem Rücktritt bei Borussia Dortmund 2017 ein Jahr pausiert und sich im Frühjahr für Paris entschieden. Der junge Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann war indes als Trainerkandidat im Gespräch, offenbar haben sich die Verantwortlichen aber nie mit dem 31-Jährigen beschäftigt. "Julian Nagelsmann ist ein toller Trainer, mit seiner bisherigen Vita aber noch keiner für die Bayern. Dafür war es einfach noch vier, fünf Jahre zu früh", erklärte Hoeneß. 2019 wird Nagelsmann Trainer von RB Leipzig.

Dass Borussia Dortmunds Cheftrainer Lucien Favre beim FC Bayern immer mal wieder ein Thema war, bekräftigte Hoeneß. "Wirklich weitergekommen sind wir da aber nie", so der Bayern-Präsident. Außerdem äußerte sich Hoeneß noch einmal zur Personalie Carlo Ancelotti, der bis Ende September 2017 die Münchner trainiert hatte: "Nicht der Ruf oder der Name ist entscheidend, sondern was der Trainer daraus macht. Die Verpflichtung von Carlo Ancelotti ist zum Beispiel trotz großem Namen in die Hose gegangen."


Laut Hoeneß hat der deutsche Meister mit Niko Kovac den Wunschtrainer gefunden. "Schon nach sechs Wochen kann man sagen, dass wir den richtigen Trainer geholt haben. All das was wir uns bei der Verpflichtung gewünscht haben, setzt er um. Es wird wieder mehr auf Disziplin geachtet. Deshalb bin ich mir sehr sicher, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen werden", sagte Hoeneß.