In den vergangenen Jahren war Julian Weigl bei ​Borussia Dortmund stehts im defensiven Mittelfeld gesetzt, doch unter Lucien Favre könnte der 22-Jährige eine andere Rolle einnehmen, wie der Schweizer auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel bei Greuther Fürth erklärte.


Als Julian Weigl im Sommer 2015 zu Borussia Dortmund wechselte, entwickelte er sich unter Thomas Tuchel rasch zu einem der Leistungsträger. Aus dem defensiven Mittelfeld heraus zog er die Angriffe auf, brachte dabei seine Qualität im Passspiel zum Vorschein und war der Taktgeber der Mannschaft.


"Es ist sicher schwieriger, die Leute wieder von sich zu überzeugen, wenn man keine Tore schießt oder knackige Grätschen setzt. Aber das war nie mein Spiel, und ich werde jetzt auch nichts künstlich inszenieren", ​sagte Weigl im April. Seine Rolle definiert er klar, doch Lucien Favre will es nicht nur bei einer Position belassen.

"Er ist eine Nummer sechs, aber er kann auch weiter vorne spielen. Julian hat ein enormes Potenzial", sagte der Trainer auf der Pressekonferenz am gestrigen Freitag. Demnach kann er sich auch Weigl als 'Achter' vorstellen, der dann eine offensivere Rolle einnimmt - seine Fäden als Ballverteiler jedoch noch immer ziehen kann.

Allerdings wird es eine Weile dauern, bis er in das neue System unter Favre integriert werden kann. Zuletzt hatte er mit Adduktorenproblemen zu kämpfen, weshalb er in einem ​Testspiel der U23 gegen den KFC Uerdingen erste Spielpraxis sammeln sollte. "Er hat seit Ende April oder Anfang Mai noch kein Spiel gemacht. Die 60 Minuten gegen Uerdingen waren sehr wichtig für ihn, er ist auf einem guten Weg. Es wird noch ein paar Tage oder Wochen dauern, das ist klar. Er braucht Spielpraxis", so Favre, der trotz des Überangebots im Mittelfeld auf Julian Weigl setzen dürfte.