Der SV Drochtersen/Assel hat das große Los gezogen! In der ersten Runde des DFB-Pokals empfängt der Regionalligist den FC Bayern München. „Es ist ein Jahrhundertspiel“, betont Drochtersens Bürgermeister Mike Eckhoff, der vor der Partie mit dem Rekordmeister erklärte, warum man im lieber im heimischen Kehdinger Stadion vor knapp siebeneinhalb Tausend Menschen spielen will und nicht in die Spielstätte des FC St. Pauli auswich.


Mühelos hätte der SV Drochtersen/Assel das Stadion am Millerntor, das Platz für rund 30.000 Zuschauer bietet, füllen können. Doch der Viertligist ist äußerst heimatverbunden. „Wir wollten in Drochtersen bleiben“, sagt Vereinspräsident Rigo Gooßen. „Wir wollen für die Menschen und die Region ein Spiel, das in Erinnerung bleibt.“

Diese Erinnerungen sind dem Klub offenbar wichtiger als Zusatzeinnahmen in geschätzter Höhe von knapp 400.000 Tausend Euro, die mit einem Umzug ins Stadion am Millerntor, Heimat des FC St. Pauli, einhergegangen wären. „Für die Gemeinde ist das ganz wichtig, dass in Drochtersen gespielt wird. In Hamburg (knapp 45 Kilometer von Drochtersen entfernt/ Anm. d. Red.) wäre unser Ort gar nicht richtig wahrgenommen worden“, meint derweil Drochtersens Bürgermeister Mike Eckhoff.

"Natürlich ist es schön, dass wir im eigenen Stadion spielen, aber..."


So trägt die Mannschaft von Cheftrainer Lars Uder ihr „Jahrhundertspiel“ im heimischen Kehdinger Stadion aus, in dem - aufgrund zweier Zusatztribünen - nun 7.500 Fans live mit dabei sein können. „Natürlich ist es schön, dass wir im eigenen Stadion spielen. Allerdings wäre es für jeden Amateur-Kicker auch toll, vor 30.000 Zuschauern zu kicken“, sagte Drochtersens Verteidiger Meikel Klee. „So haben wir aber ein richtiges Heimspiel.“