Bereits in den vergangenen Tagen wurde Sebastian Rudy innerhalb des Vereins nahegelegt, dass er sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen solle, um das Überangebot im Mittelfeld des ​FC Bayern zu verringern. Daher soll sich der Nationalspieler mittlerweile laut Bild auf einen Wechsel festgelegt haben, doch ob letztlich RB Leipzig oder ​Schalke 04 den Zuschlag erhält, scheint derzeit noch offen.  


"Sebastian darf gehen, wenn er sich einigt. Wir sind im Mittelfeld richtig gut bepackt, haben da eine Vielzahl von Hochkarätern, da werden nicht alle gleichmäßig zum Einsatz kommen und deshalb macht es Sinn, dass er sich anders orientiert." ​Mit diesen Worten eröffnete Bayern Münchens Trainer Niko Kovac den Poker um Rudy, dessen Zukunft seit einigen Wochen unklar ist.


Der zentrale Mittelfeldspieler sprach noch vor einigen Monaten davon, in München bleiben zu wollen, doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Wie die Bild berichtet, habe er den Entschluss gefasst, den Rekordmeister aufgrund mangelnder Perspektive unter Kovac nach nur einem Jahr wieder zu verlassen. Allerdings wolle er zunächst das Pokalspiel beim SV Drochtersen/Assel am heutigen Samstag (15:30 Uhr) abwarten, um "die letzte Gewissheit" zu erhalten, dass er in den Planungen des 46-Jährigen keine Rolle spiele.

FC Bayern Muenchen v VfB Stuttgart - Bundesliga

  Die Entscheidung ist gefallen: Sebastian Rudy will den FC Bayern nach nur einem Jahr wieder verlassen



RB Leipzig und der FC Schalke 04 gelten gleichermaßen als Favoriten auf eine Verpflichtung, ​doch beide haben ihre Vor- und Nachteile. So heißt es weiter, dass Rudy in Leipzig ein höheres Gehalt kassieren werde - etwa fünf Millionen Euro per annum. Zudem wolle nicht nur Sportdirektor und Übergangstrainer Ralf Rangnick, sondern auch Julian Nagelsmann, der im kommenden Jahr nach Leipzig wechseln wird, den WM-Teilnehmer unbedingt verpflichten. In Leipzig soll er ein Führungsspieler und der klare Taktgeber im Mittelfeld werden.


Schalke wolle derweil mit Emotionen überzeugen, spielt zudem in diesem Jahr in der Champions League. Doch bei 'Königsblau' wäre der Konkurrenzkampf groß, da allen voran die Zentrale nach den bisherigen Transfers gut besetzt ist. Am Rande des ​Pokalspiels beim FC Schweinfurt äußerte sich Sport-Vorstand Christian Heidel allerdings erneut zurückhaltend. Falls man bereits mit Rudy verhandeln würde, würde es keinen Unterschied ausmachen, ob die Münchner ihn ziehen lassen wollen oder nicht. Man müsse sich "anschließend eh mit dem FC Bayern einigen", so der 55-Jährige gegenüber Sky. "Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das nicht bedeutet, dass Sebastian Rudy morgen den Verein ablösefrei verlassen könnte. Deswegen tangiert uns das überhaupt nicht."


Kostenpunkt: 15 Millionen Euro 


Am gestrigen Freitag gab Schalke bereits die ​Verpflichtung von Außenverteidiger Hamza Mendyl bekannt, der dem Vernehmen nach für sieben Millionen Euro nach Gelsenkirchen wechselt. Nach dem Verkauf von Thilo Kehrer scheint durchaus noch Geld vorhanden zu sein, doch auf die Frage, ob man sich Rudy leisten könne, antwortete Heidel lapidar: "Das weiß ich nicht, weil ich nicht weiß, was er kostet."

​​Derweil soll die Ablösesumme für den 28-Jährigen bei etwa 15 Millionen Euro liegen. In der bisherigen Transferphase investierte Schalke etwa 37 Millionen Euro, die Leipziger hingegen 43. Der große Pluspunkt der Sachsen sind jedoch die Einnahmen, die sich allen voran aufgrund des Transfers von Naby Keita zum FC Liverpool auf rund 74 Millionen Euro belaufen, auf Schalke sind es hingegen nur 43,5 Millionen - und das auch nur aufgrund des Kehrer-Transfers. Daher stellt sich zum einen die Frage, ob die finanziellen Mittel noch für einen Transfer von Sebastian Rudy reichen, oder ob es ihn letztlich doch nach Leipzig ziehen wird.