BIELEFELD, GERMANY - MARCH 04: Ludovic Obraniak of Werder Bremen looks dejected after loosing the round of 16 DFB Cup match between Arminia Bielefeld and Werder Bremen on March 4, 2015 in Bielefeld, Germany.  (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Stolpergefahr! Diese Favoriten könnten in der 1. Pokalrunde die Segel streichen

Vom heutigen Freitag bis einschließlich Montag steht zum Auftakt der neuen Saison die erste Runde des DFB-Pokals an. Dabei gab es häufig böse Überraschungen für Bundesligisten: In den letzten zehn Jahren schieden durchschnittlich jeweils drei Bundesliga-Vereine bereits in der ersten Runde aus. Rekordhalter in dieser Disziplin sind seit der Gründung der Bundesliga 1963 der SV Werder Bremen, der Hamburger SV und Mainz 05 mit je zwölf Niederlagen in der ersten Runde. Hier kommen deshalb mögliche Pokalsensationen dieses Jahres: 

1. 1.FC Kaiserslautern - TSG Hoffenheim

Zweitliga-Absteiger Kaiserslautern ist schwach in die Dritte Liga gestartet, wird allerdings den Heimvorteil im Hexenkessel auf dem Betzenberg hinter sich haben. Außerdem hat der Champions-League-Teilnehmer aus Hoffenheim aktuell mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen und wird vor allem im Mittelfeld improvisieren müssen. Eine Überraschung scheint deshalb möglich.

2. SSV Ulm - Eintracht Frankfurt

Pokalsieger Eintracht befindet sich mit dem neuen Trainer Adi Hütter und nach schwerwiegenden Abgängen noch mitten in der Findungsphase. Der Viertligist aus Ulm hingegen ist nach vier Spieltagen Tabellenführer der Regionalliga Süd und präsentiert sich in bester Verfassung. Das wird ein echter Härtetest für den amtierenden Pokalsieger aus Frankfurt.

3. Wormatia Worms - Werder Bremen

Werder Bremen und unterklassige Pokalgegner sind keine Erfolgsgeschichte: Kein Bundesligist schied häufiger in der ersten Runde des DFB-Pokals aus, als der SV Werder - nämlich zwölf Mal. Seit 2011 musste Werder bereits vier Mal, wie zuletzt 2016 gegen die Sportfreunde Lotte, schon in der ersten Runde die Segel streichen. Die Bremer Fans sollten sich also auf eine Zitterpartie gegen Worms gefasst machen.

4. Karlsruher SC - Hannover 96

Der KSC ist nach vier Spieltagen in der Dritten Liga noch ungeschlagen und befindet sich bereits im Wettkampf-Modus. Hannover 96 hat seinerseits wichtige Spieler wie Abwehrchef Salif Sané oder Torjäger Martin Harnik verloren und noch keine neue Stammelf gefunden. Das Pokalspiel könnte deshalb etwas früh für die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter kommen. Außerdem kam Hannover 96 in den letzten fünf Jahren nur einmal über die zweite Runde hinaus, tut sich gegen Underdogs also oft schwer.

5. TSV Steinbach - FC Augsburg

Der FC Augsburg spielte im letzten Jahr eine gute Bundesliga-Saison, konnte den Kader bisher aber noch nicht nachhaltig verstärken. Einzig Rückkehrer André Hahn kann als namenhafter Neuzugang bezeichnet werden. Nun treffen die Fuggerstädter auf den TSV Steinbach, der mit zehn Punkten aus vier Spielen in der Regionalliga sehr gut in die Saison gestartet ist.

6. Erzgebirge Aue - FSV Mainz 05

Erzgebirge Aue konnte sich in der letzten Saison erneut knapp in der Zweiten Bundesliga halten und ist stets ein unangenehm zu bespielender Gegner. Mainz 05 hat derweil mehrere Stammspieler der letzten Saison abgegeben und vor allem junge Talente verpflichtet. Diese werden in ihrem ersten Pflichtspiel für Mainz direkt gefordert.

Außerdem haben die Mainzer wie Bremen zuletzt schlechte Erfahrungen mit Pokal-Underdogs gemacht: Seit 2013 schied Mainz viermal innerhalb der ersten beiden Runden aus. 

7. Energie Cottbus - SC Freiburg

Energie Cottbus ist gut in die neue Drittliga-Saison gestartet und liegt aktuell mit bereits acht erzielten Toren auf dem sechsten Tabellenplatz. Statistisch gesehen ist das Duell mit Drittligisten eine gefährliche Konstellation: Denn in den letzten zehn Jahren konnte die Dritte Liga den Bundesligisten am häufigsten von allen unterklassigen Ligen ein Bein stellen.